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Willkommen

 


„Was ich sonst mache oder sage, kann die Struktur des Universums nicht ändern. Aber vielleicht kann meine Stimme der größten Sache dienen: Eintracht unter den Menschen und Friede auf Erden.“ 

Albert Einstein


 2019


 

 


 Holocaust Gedenktag 2019 im Markgräflerland

 

 ► 27. Januar - Auschwitz Tag

 

► Rede Anne-Katrin Vetter zum Auschwitz Tag 2019

 

► Rede Uli Rodewald zum Auschwitz Tag 2019

 Laut Schreien gegen Ungerechtigkeit und Vergessen
Holocaust Gedenktag im Markgräflerland

Am 74. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz hatte der Friedensrat Markgräflerland auf den
Jüdischen Friedhof in Müllheim eingeladen, um einen Beitrag zu leisten im Gedenken und Nachdenken über das
Vergangene und damit Orientierung für das Heute und die Zukunft zu schaffen. Erfreulicherweise fand sich eine
größere Gruppe von Menschen ein, um den Opfern der Nazis zu Gedenken.

Vor dem Friedhof waren Bilder von jüdischen Kindern zu sehen, die in einem Haus in Izieu/Frankreich vor den
Nazis versteckt waren und doch am 6. April 1944 von den Nazis festgenommen wurden. Sie alle wurden in
Auschwitz ermordet. Anne-Katrin Vetter vom Friedensrat Markgräflerland machte den Anwesenden diese Kinder
lebendig: " Schaut Euch unsere Gesichter an, damit wir in Euren Köpfen Menschen werden.

Schaut Euch unsere Gesichter an und wisst, wir waren nur einige unter ganz vielen, einer riesengroßen,
unfassbar großen Zahl an Menschen, die ermordet wurden." Und mit den Stimmen der Kinder von Izieu forderte
sie:"Seid unsere Stimme, verstummt bitte nie! Helft uns, damit ähnliches Leid, das uns angetan wurde, in der
heutigen Zeit durch Eure Hilfe aufhört.Helft uns, dass dieses Leid in Zukunft niemand mehr ertragen muss."


Ulrich Rodewald äußerte in seiner Ansprache zunächst sein Unverständnis über die Ordnungsbehörde, die auf dem
Friedhof "politische Reden mit aktuellem Bezug" untersagt hatte. Deshalb habe der Friedensrat sich gezwungen
gesehen, die Veranstaltung vor und nicht auf dem Jüdischen Friedhof statt finden zulassen. Denn, so führte
Rodewald aus, der Opfer des Nazi Regimes zu gedenken, ohne Bezug auf auf die aktuellen Gefährdungen unseres
gesellschaftlichen zusammenlebens durch nationalistische und rassistische Formationen hieße, die Opfer des
Nazi Regimes eine weiteres Mal zum Schweigen zu bringen. Und auch die Versammelten kritisierten diese
behördliche Auflage als völlig überflüssig und und unverständlich.

 

 "Wir wollen nicht still Gedenken, sondern laut Schreien gegen Ungerechtigkeit und Vergessen", nahm Rodewald
das Vermächtnis von Paul Niedermann auf, dem als 15 Jähriger aus dem Haus von Izieu die Flucht in die Schweiz
gelang.
Verfolgt von Nazis wurden nicht nur jüdische Menschen, verfolgt wuden Kommunisten, Sozialdemokarten und
Gewerkschafter, verfolgt wurden alle, die sich den Nazis in den Weg stellten. Verfolgt und ermordet wurden
Sinti und Roma, verfolgt wurden homosexuelle Menschen, verfolgt wurden  Menschen, deren Leben von den Nazis als "unwert" betrachtet wurde.
Zugleich rief Rodewald die Menschen in Erinnerung, die sich auch im Markgräflerland den Nazis mutig in den Weg
stellten. Er verwies auf die Liste der Opfer des Nationalsozialismus von 1947 für den Kreis Müllheim, auf der
89 Namen von Frauen und Männer aufgeführt sind, die wegen ihrer antifaschistischen Einstellung verfolgt wurden.
Angesichts der "sogenannten Alternative für Deutschland, die die Verbrechen der NS Zeit verharmlost und enge
Beziehungen ins rechtsextremistische Milieu unterhät", zitierte Rodewald die ehemalige Präsidentin des
Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, sei es heutige Aufgabe, dem entschieden
entgegenzutreten. Jederzeit und an jeden Ort.
Die Versammelten verabredeten sich, am 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wieder zu treffen. AUF dem
Jüdischen Friedhof in Müllheim.
 

 

Holocaust Gedenktag im Markgräflerland - auch eine Auseinandersetzung

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
 
zu ►der Veranstaltung des Friedensrats Markgräfland zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag in Müllheim erschien
am 2./4. Februar in der "Badischen Zeitung" ein Artikel, der nach unserer Auffassung weder dem Thema noch dem aufgetretenen  Konflikt „Auf dem Friedhof sind politische Reden mit aktuellem Bezug untersagt“ - gerecht wir.

Hierüber wollen wir weiter diskutieren und auch streiten.


Daher hat der Friedensrat Markgräflerland diesen Offenen Brief an die Beteiligten verfasst.

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Offener Brief des  Friedensrats Markgräflerland zum Artikel
"Unruhe statt stillen Gedenkens" in der Badischen Zeitung vom 2./4. Februar 2019
 
Sehr geehrte Frau Ehmann, sehr geehrter Herr Huber (Redakteure Badische Zeitung),
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Siemes-Knoblich,       (Stadt Müllheim, Gemeindeverwaltungsverband),
 
der Artikel in der Badischen Zeitung vom 2. Februar 2019  in der Müllheimer Ausgabe und übernommen am 4.Februar 2019 in die überregionale Mantelausgabe zur  Veranstaltung des Friedensrats Markgräflerland  zum Holocaust - Gedenktag am 27. Januar 2019 hat uns sehr betroffen gemacht.
 
Nur flüchtig wurde in dem Artikel darauf eingegangen, worum es inhaltlich auf dieser  Veranstaltung ging:
Nämlich um das Gedenken an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und um die Auseinandersetzung mit den Fragen, wie es zu dieser Barbarei hat kommen können, und was heute zu tun ist, damit sich solche Barbarei nicht wiederholt.
Was das Nicht-Handeln zur Nazizeit bewirkte, wissen wir. Was Nicht-Handeln für Humanität und Demokratie angesichts des Erstarkens rechter Kräfte und neuer Bedrohungen des Friedens in der heutigen Zeit bedeuten kann, darüber wurde auf der Veranstaltung gesprochen, aber nicht in der Badischen Zeitung berichtet. Kein Wort zu der gezeigten Ausstellung der Kinder von Izieu, die in Auschwitz ermordet wurden.
 
Stattdessen wurde versucht, den Friedensrat Markgräflerland und seine Arbeit herabzuwürdigen und mit viel Häme lächerlich zu machen.  
Nur wer nichts tut, macht keine Fehler.
 
Welchen Zweck verfolgt die Badische Zeitung mit dieser Art der Berichterstattung, die nach unserer Auffassung weder dem Thema noch dem aufgetretenen Konflikt gerecht wird, wie er in der durch die von dem Gemeindeverwaltungsverband gemachte Auflage Nr. 6 „Auf dem Friedhof sind politische Reden mit aktuellem Bezug untersagt“ zum Ausdruck kommt.
Der Friedensrat Markgräflerland wünscht sich, daß die Verfasser des Artikels und die darin erwähnten Akteure sowie alle Leserinnen und Leser wie der Friedensrat alle Tatkraft  einsetzen gegen die Gefährdungen unseres Gemeinwesens durch immer stärker werdende rechte Kräfte.
Wir werden weiter zu unserer Verantwortung stehen, alles zu tun gegen Krieg und Faschismus. Denn: "Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah.  Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon." (Max Mannheimer, jüdischer Überlebender des Holocaust).
 
Mit hoffnungsvollen Grüßen aus Müllheim
für den Friedensrat Markgräflerland
Ulrich Rodewald & Anne-Katrin Vetter

weitere UnterstützerInnen:

Helma Hein, Auggen
Ernst-Udo Kaufmann, Müllheim
Felix Hempel, Müllheim
Klaus Schober, Buggingen
Franz Schneider, Heitersheim
Irmgard Koll, Müllheim
Anne Maier, Bad Krozingen
Silke & Max Heinke, Freiburg
Adelheid Wilhelm-Sprondel, Müllheim
Jan Reichel, Müllheim
Udo Kauss, Rechtsanwalt, Freiburg
Walter Schreck, Müllheim
Tilman Sprondel, Müllheim
Jürgen Gissler, Ihringen
Carsten Letzerich, Sulzburg
Barbara & Jürgen Hauke, Müllheim
                Didier Nocus, Müllheim
Jean-Jaques Rettig, Fréconrupt - Frankreich
Friedbert Enz, Sulzburg
Bettina Winkhardt, Sulzburg
Doris Grässlin, Müllheim
Hedi & Wolf Roßkamp, Müllheim
Suzanne Rousselot, Labaroche - Frankreich Hagen Battran,
Heuweiler

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Wenn ihr/Sie diesen Offenen Brief mitunterzeichnen wollt/en, so erwarten wir Eure/Ihre Rückmeldung unter:
friedensrat-muellheim(at)gmx.de

Gerne dürfen auch Verwandte und Bekannte zur Unterschrift eingeladen werden.
 
Ich unterstütze den Offenen Brief des Friedensrats Markgräflerland
"Erinnern heißt: Handeln!"
zum Artikel ""Unruhe statt stillen Gedenkens" in der Badischen Zeitung vom 2./4. Februar 2019
und bin mit der Veröffentlichung meines Namens einverstanden.

 

Name:

 

 

Adresse:

 

 

 

 Dies der Artikel der "Badischen Zeitung"

 

 

Offener Brief des Friedensrats Markgräflerland

 

 

 

 

Leserbriefe in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung 

 

 
 
   

 

27.Januar Auschwitz Tag

Gedenken an die Opfer der Nazis in Müllheim
Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Entschieden handeln gegen rechts!

Kinder von Izieu - von den Nazis in Auschwitz ermordet

http://www.friedensrat.org/pages/aktionen/friedensrat-auf-tour/die-kinder-von-izieu.php

  

27. Januar 1945   -

                          27. Januar 2019

 

Erinnern an Auschwitz heißt:

Entschieden handeln gegen rechts!

 

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt.

    

Am 27. Januar 2019 jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 74. Mal.

Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden und anderen Menschen, die rassistisch oder politisch ausgegrenzt  und ermordet wurden.
Auschwitz ist das Kainsmal der deutschen Geschichte.

Der 27. Januar ist kein Feiertag im üblichen Sinn. Er ist ein "DenkTag": Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft.

Und er ist ein Tag des Handelns: Heute unternehmen rechte Kräfte Anstrengungen, die Verbrechen der Nazis zu entschuldigen und zu verharmlosen. Deshalb bekräftigen wir den antifaschistischen Konsens unseres Landes :

Nie wieder Faschismus! - Nie wieder Krieg!

Viele junge Deutsche wissen laut einer CNN-Umfrage kaum etwas über den Holocaust. Von den Befragten in der Altersklasse von 18 bis 34 gaben rund 40 Prozent an, "wenig" oder "gar nichts" darüber zu wissen.

 

 Die "Rampe" in Auschwitz: Ankunft von Deportierten

 

Die "Rampe" in Auschwitz 2018: Den Nazis den Weg versperren!!

Deshalb zeigt der Friedensrat Markgräflerland am

 

Donnerstag, den 24. Januar um 19.30 in den Räumen der Diakonie, Wilhelmstr.8 in Müllheim den Dokumentationsfilm:

Die Befreiung von Auschwitz

 

 

 

Für Sonntag, den 27.Januar 2019 um 15.00 Uhr sind die Bürgerinnen und Bürger eingeladen zur Gedenkveranstaltung an die Opfer der Nazis auf den Jüdischen Friedhof in Müllheim

(Schwarzwaldstraße/Im Nußbaumboden) 

Bitte beachten: Männliche Teilnehmer tragen auf dem Jüdischen Friedhof eine Kopfbedeckung)

► Flyer zum download  

► Informationen über das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

 


 


 Wer immer hier Hand angelegt hat, wen immer er gemeint hat: Uns gefällts!


 


 

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