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Willkommen

 


„Was ich sonst mache oder sage, kann die Struktur des Universums nicht ändern. Aber vielleicht kann meine Stimme der größten Sache dienen: Eintracht unter den Menschen und Friede auf Erden.“ 

Albert Einstein


Antikriegstag 2019 im Markgräflerland

 

Frieden braucht Mut!

 

 

Antikriegstag 2019 im Markgräflerland

Frieden braucht Mut!

 

Am 1. September vor 80 Jahren griff Nazi-Deutschland das Nachbarland Polen an und begann damit den Zweiten Weltkrieg, der mehr als 60 Millionen Menschen das Leben kostete. Der Antikriegstag  am 1. September ist ein zentraler Tag der Erinnerung und des Mahnens: Kriege kommen nicht über uns – sie werden gemacht. Gewalt geht von Menschen aus – und trifft Menschen. Sie werden getötet, verwundet und vertrieben. Ihr Leben wird bis in die Grundfesten erschüttert - während andere aus Kriegen Profite schlagen und ihre Machtinteressen durchsetzen.

Daran erinnern die Gewerkschafts- und die Friedensbewegung nicht nur am Antikriegstag: Es soll kein Krieg von deutschem Boden ausgehen - und auch nicht von anderswo.

80 Jahre nach Beginn des grauenhaften Vernichtungskrieges gibt es Gründe genug, dieses Bekenntnis zu erneuern und laut und vernehmlich NEIN zu sagen zu Krieg, Kriegseinsätzen, Kriegsvorbereitung und Kriegsverharmlosung. Deshalb ruft der Friedensrat Markgräflerland zur Teilnahme an der  Mahnwache vor der Kaserne Deutsch Französischen Brigade am Mittwoch, den 28. August  um 16 Uhr auf.

 

 

AntiKriegstag 2019 im Markgräflerland
Mittwoch, 28.August - 16 Uhr
vor der Kaserne der Deutsch Französischen Brigade
Kinzigstr.2 - Müllheim

 

 

 

 


 


Entschieden gegen rechts!

Treffen mit KZ-Überlebenden aus Polen in Müllheim


Entschieden gegen rechts!


Treffen mit KZ-Überlebenden aus Polen in Müllheim

 

Als Kinder von den Nazis in Konzentrationslager von Auschwitz, Ravensbrück oder Zamocs verschleppt, leben sie heute in Warschau, Krakau oder Lublin: Polnische Frauen, die zur Zeit Gäste des Maximilian Kolbe Werkes im Münstertal sind, besuchten auch in diesem Jahr auf Einladung des Friedensrat Markgräflerland Müllheim.

Auf dem Friedhof in Müllheim an den Gräbern Kinder ehemaliger Zwangsarbeiterinnen aus Polen, die noch nach Ende des 2. Weltkrieges an seinen Folgen starben,informierte Anne-Katrin Vetter die Gäste über die wiederkehrende Aktion des Friedensrats am Jahrestag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai an diesem Ort.

 

Die gelben Bänder, die aus diesem Anlass an den umstehenden Bäumen aufgehängt wurden, tragen die Namen eines jeden Kindes. Die Frauen berührten die Bänder und lasen die Namen.

 

In Niederweiler suchte man  die Gedenktafel für den polnischen Zwangsarbeiter Julian Garlewicz auf, der 1942 gehenkt wurde, weil er eine deutsche Frau liebte. Uli Rodewald machte die Gäste mit der Geschichte dieser Liebe in Deutschland bekannt.

Auf Steinen, die an der Tafel niedergelegt wurden, schrieben die polnischen Frauen ihre Wünsche auf:

Nie wieder Hass und Krieg!

 

In der anschließenden perönlichen Runde erzählten die polnischen Gäste von ihren grausamen Kinderheitserfahrungen und auch darüber, wie die Erinnerung an frühere Greuel dazu beitragen vermag, neue zu verhindern. Denn Erinnern bleibt leer, so waren sich alle Beteiligten einig, wenn daraus nicht Handeln für ein friedliches Zusammenleben der Menschen heute erwächst.

Wir erhielten von unseren Gästen diese wunderschöne Urkunde, in der es heißt:

Wir wünschen Ihnen Gesundheit, Frieden und menschliche Güte aus tiefstem Herzen. Vielen Dank für das Treffen mit einer Gruppe ehemaliger Häftlinge der Ghettolager, die im Münstertal Urlaub machen.

 

Wir verabschiedeten uns von unseren Gästen mit einem kleinen Strauß Vergissmeinnicht, umbunden von einem blauen Band, das von einem Friedenstaubenbutton gehalten wurde. Niezapominajka war da zu lesen: VergissMeinNicht

 


Hiroshima Tag im

Markgräflerland:

 


Für eine Welt, die von

Atomwaffen nichts hält!

 

Am 6. und 9. August 1945 starben die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki im atomaren Inferno. Heute mahnen uns die Katastrophen von Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima:

Raus aus der Atomwirtschaft!

Kenzaburo Oe, japanischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger sagt: „Der Glaube an die atomare Abschreckung und der an die friedliche Nutzung der Atomenergie sind unweigerlich mit einander verknüpft. Wir müssen uns von beidem lösen.“

 Informationen zum Atombombenabwurf auf Hiroshima sind hier zu finden

Hiroshima

Am 6. August gedachten auch in Müllheim Menschen aus unterschiedlichen Bewegungen der Opfer des ersten Atombombenabwurfs auf Hiroshima vor 74 Jahren.

Uli Rodewald vom Friedensrat Markgräflerland verwies darauf, daß nach dem Auslaufen des INF Vertrages heute eine neue Runde atomaren Wettrüstens drohe obwohl schon gegenwärtig zehntausende von Nuklearwaffen in den Arsenalen, auf den Militärflugplätzen und in den U-Booten vor allem der USA und Russlands, aber auch Frankreichs, Großbritanniens, Chinas, Indiens, Pakistans, Israels und  Nordkoreas lagern. Aber nicht nur dort. Denn auf dem Fliegerhorst der Luftwaffe in Büchel/Eifel  Deutschland, so Rodewald, sind Atomwaffen gelagert, die auch von deutschen Flugzeugen ins Ziel getragen werden, sollte es zu einem Atomkrieg kommen.

Wichtig sei das Eintreten jedes Einzelnen für eine Welt,die vom Atomwaffen nichts mehr hält. Deshalb wandten sich die Akteure an die Bundesregierung mit der Forderung, daß Deutschland dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten und zur atomwaffenfreien Zone werden solle.

 

Anne-Katrin Vetter vom Friedensrat trug das Gedicht "Das Gedächtnis der Menschheit" von Bert Brecht vor, in dem es heißt:
"Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen,damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!
Lasst uns die Warnungen erneuern,und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege,gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind."

 

Zum Lied  von „Hiroshima“  schickten die Teilnehmerinnen ihre Forderung nach Ächtung aller Atomwaffen und derStilllegung der Atomkraftwerke mit blauen Friedenstaubenballons in den Himmel.

Das Gedächtnis der Menschheit – Bert Brecht

Das Gedächtnis der Menschheit
für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.
Ihre Vorstellungsgabe für kommende
Leiden ist fast noch geringer.

Die Beschreibungen,
die der New Yorker
von den Gräueln der Atombombe erhielt,
schreckten ihn anscheinend nur wenig.
Der Hamburger ist noch umringt von den Ruinen,
und doch zögert er,
die Hand gegen einen neuen Krieg zu erheben.
Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen.
Der Regen von gestern macht uns nicht nass sagen viele.

Diese Abgestumpftheit ist es,
die wir zu bekämpfen haben,
ihr äußerster Grad ist der Tod.
Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote,
wie Leute, die schon hinter sich haben,
was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.

Und doch wird nichts mich davon überzeugen,
dass es aussichtslos ist,
der Vernunft gegen ihre Feinde beizustehen.
Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen,
damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!
Lasst uns die Warnungen erneuern,
und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege,
gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind,
und sie werden kommen ohne jeden Zweifel,
wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten,
nicht die Hände zerschlagen werden.

– Bertolt Brecht – geschrieben 1952

 

Hiroshima Tag im

Markgräflerland:

 


Für eine Welt, die von

Atomwaffen nichts hält!

 

Am 6. und 9. August 1945 starben die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki im atomaren Inferno. Heute mahnen uns die Katastrophen von Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima:

Raus aus der Atomwirtschaft!

Kenzaburo Oe, japanischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger sagt: „Der Glaube an die atomare Abschreckung und der an die friedliche Nutzung der Atomenergie sind unweigerlich mit einander verknüpft. Wir müssen uns von beidem lösen.“

 Informationen zum Atombombenabwurf auf Hiroshima sind hier zu finden

Hiroshima

 

 

WISHFUL THINKING -

HIROSHIMA

There's a shadow of a man at Hiroshima
where he'd pass the noon
in a wonderland at Hiroshima
'neath the August moon
And the world remembers his face
- remembers the place was here...
Fly metal bird to Hiroshima
and away your load
Speak the magic word to Hiroshima
let the sky explode
And the world remembers his name
- remembers the flame was here...
Hiroshima
And the world remembers his name
- remembers the flame was here...
Hiroshima...

(Hiroshima, Japanese city of three hundred thousand people Ceased to exist at 9: 15 on a Monday morning
While going about its business in the sunshine of a hot summer day.
It vanished in a huge ball of fire and a cloud of boiling smoke
Obliterated by the first atom bomb used in the history of world war terror
Such is the electrifying report of the American crew of the superforce who dropped the bomb as a cataclysmic warning to the Japs to get out of war or be destroyed.
Hiroshima, the whole crew agreed was blotted out but a flash more brilliant than the sun)

Nazim Hikmet

Das kleine tote Mädchen
   
Ich klopf an deiner Türe an,
– bei wieviel Türen ich schon war! –
wenn mich auch keiner sehen kann;
denn die Toten sind unsichtbar.

Ich lebte in Hiroshima
Das ist zehn Jahre her
Jetzt bleib‘ ich für immer sieben Jahr‘
Tote Kinder wachsen nicht mehr.


Zuerst fing das Feuer mein Haar,
dann sind mir die Augen verbrannt,
die Hände-,mein Blut ist verdampft.
Bis ich nun mehr Asche war.

Nichts Liebes mehr tun könnt ihr mir.
Nichts, nichts. Ihr müsst bedenken,
ein Kind ist verbrannt wie Papier.
Ihr könnt ihm nichts mehr schenken.

Leis’ klopf ich an eure Türen
Gebt mir eure Unterschrift
Dass es nie mehr Kinder trifft,
dass nie mehr Kinder verbrennen,
und dass sie Bonbons essen können

http://www.youtube.com/watch?v=CqayiiazDxc

 

http://www.youtube.com/watch?v=-ealb8PGDnE

Flyer zum Hiroshima Tag im Markgräflerland

 

zum downloaden

► Plakat als PDF

 

 

► Vorderseite Flyer PDF

 

 

► Rückseite Flyer PDF

 


Die gewaltsame Verschleppung von Kindern durch die Nazis

Der Friedensrat Markgräflerland zeigt diesen Film am Donnerstag, den 11. Juli um 19.00 Uhr in den Räumen der Diakonie in der Wilhelmstr.8 in Müllheim.

 

Während des Zweiten Weltkriegs raubten die Nazis  in Polen und auch anderen okkupierten Ländern Eltern ihre Töchter und Söhne weg - insgesamt zwischen 50.000 und 200.000 blonde und blauäugige Kinder. In Zügen wurden sie ins „Deutsche Reich“ zur Germanisierung deportiert. Diese Kinder galten als „gewünschter Bevölkerungszuwachs“. Über die SS-Organisation „Lebensborn e.V.“ wurden sie „eingedeutscht“ und ihrer kulturellen Identität beraubt.

   

Mittels einer akribischen und sieben jährigen Recherche hat der Autor Christoph Schwarz über 30 Zeitzeugen in ganz Europa interviewt und dadurch einen einmaligen Dokumentarfilm über das Kriegsverbrechen geraubten Kinder geschaffen, der einen Spannungsbogen von der NS-Zeit bis zur jüngsten Gegenwart zieht.

 

 

Der Friedensrat Markgräflerland zeigt diesen Film am Donnerstag, den 11. Juli um 19.00 Uhr in den Räumen der Diakonie in der Wilhelmstr.8 in Müllheim.

 

 

 

 

 

Weitere Informationen auf der Seite des Vereins

► "geraubte Kinder - vergessenen Opfer"

 

"Oberbadische" 22. Juni 2019

 


Ich sehe als erstes die Verpflichtung, dem Frieden zu dienen. Nicht der Krieg ist der Ernstfall, ... ,  sondern heute ist der Frieden der Ernstfall, in dem wir alle uns zu bewähren haben. - Hinter dem Frieden gibt es keine Existenz mehr."

Gustav Heinemann, Bundespräsident 1969-1974

 

Freunde brauchen keine Waffen

Feste feiern ohne Militär

 

Liebe Stadtfestbesucher-innen,

„Dem Besten verpflichtet“ oder französisch „Un devoir d’excellence“ lautet das Motto der Deutsch Französischen Brigade, deren Stab in Müllheim stationiert ist. Wir vom Friedensrat haben von jeher an diesem Motto gezweifelt. Denn wer Kriege führt, kann dem Besten, dem Leben, nicht verpflichtet sein.

Wie empfindlich und kostbar Frieden ist, erleben wir immer dann, wenn er nicht da ist: Wenn Kriege geführt werden.

Kriege kommen nicht aus einer schwarzen Wolke. Kriege werden gemacht: Von Politikern und ihnen verbundenen Kräften, deren Politik gewaltsam ist und die Krieg als Mittel ansehen, ihre Interessen durchzusetzen.

Es kommt auf uns Bürgerinnen und Bürger an, diesseits und jenseits des Rheins und darüberhinaus, uns die Hand zu reichen und gemeinsam zu beweisen, dass Geschwisterlichkeit, Solidarität und Frieden nicht nur notwendig, sondern auch möglich ist.

Völkerfreundschaft und Völkerverständigung haben mit Waffenbrüderschaft und gemeinsamem Kriegführen nichts zu tun. Das gilt auch für die Deutsch-Französische Brigade. Freunde brauchen keine Waffen.

Eine EU als Friedensmacht braucht keine Aufrüstung. Abrüstung ist das Gebot der Stunde.

Wir wollen miteinander feiern - ohne Militär!

Krieg ist kein Volksfest.

Ihr

Friedensrat Markgräflerland

 

Samstag, 29.Juni 2019 - ab 17.00 Uhr

Aktion am Stand der Deutsch Französischen Brigade auf dem Müllheimer Stadtfest 2019

Friedensballons für die Kinder - Flyer für die Älteren

 

 

 

Auf dem Müllheimer Stadtfest stellt sich die Deutsch Französische Brigade immer wieder als ein binationaler Gesangturnsportverein vor.

Doch die Brigade ist ein militärischer Großverband, der sich in Teilen stets weltweit im (kriegerischen)Einsatz befindet.

Die Deutsch-Französische Brigade in Müllheim - Kern der EU-Kriegsmacht

 


Unser Transparent ist klar:

 

 

Menschlichkeit gegen faschistische Barabarei!
Einzelfall - Einzelfälle - Tendenzen
 


"Das Wort Einzelfall bezeichnet ein einmaliges konkretes Vorkommnis, das sich nur mit geringer Wahrscheinlichkeit wiederholen wird. Es kann außerdem auch als Euphemismus verwendet werden, um beispielsweise sich häufende negative Vorkommnisse singulär erscheinen zu lassen." sagt Wikpedia.

Die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübke durch einen NeoNazi ist ein einmaliges Ereignis. Man kann einen Menschen nicht zweimal ermorden.

Die Ermordung von 200 Menschen seit 1990 in unserem Land durch NaziTäter sind mehr als Einzelfälle.
Sie sind Ausdruck dafür, wieweit sich faschistische Ideologie in Köpfen von Menschen festgesetzt hat, daß sie für sich als "Herrenmenschen" in Anspruch nehmen, Leben anderer Menschen zu vernichten.

Sie können dies tun, weil der Widerstand gegen sie nicht stark genug ist.

Je weniger institutionelle Einrichtungen dagegen konsequent etwas tun, umso mehr sind wir, jede und jeder von uns gefordert, aufzutreten für Menschlichkeit.

Denn um nichts anderes geht es: Menschlich zu bleiben gegen faschistische Barbarei!

Jeden Tag.

 


Unser Beitrag zur Europawahl 2019:

 

Europawahl 2019

 

Wir bleiben dabei:

Für Menschlicheit

und Frieden

 

Europawahl 2019

 

Wir bleiben dabei:

Für Menschlicheit

und Frieden

 

Europawahl 2019

 

Wir bleiben dabei:

Für Menschlicheit

und Frieden


 

Allerdings: Wählen allein genügt nicht -           man muß auch was tun!



Geraubte Kinder:

Die gewaltsame Verschleppung von Kindern durch die Nazis

 

 

 

8. Mai: Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg!

Unser Transpi zum 8. Mai am "Aldi Kreisel"

Wie lange es wohl hängen bleiben wird???

Nichts ist vergessen und niemand!

 

 

Niezapominajka!

 

 

 

Vergiss mein nicht!

 

 

 

 

 

8. Mai 1945: Befreiung von Faschismus und Krieg

► 8. Mai 2019: Erinnerung an den Gräbern der Zwangsarbeiterkinder

 

 

 

So berichtete der SWR über unsere Aktion 2016:

► Bericht des SWR Fernsehen über unsere Aktion zum Tag der Befreiung am 8. Mai in Müllheim 

 


Ostermontag ist im Südwesten Ostermarschzeit.   
Friedensrat Markgräflerland und DGB Markgräflerland hatten auch in diesem Jahr zum
Ostermarsch 2019 vor die Kaserne der Deutsch Französischen Brigade in Müllheim eingeladen.

500 Menschen beim Ostermarsch 2019 in Müllheim

Entschieden für Frieden

                         und gegen rechte Hetze!

Ostermarsch Reden

► Anne-Katrin Vetter, Friedensrat Markgräfllerland

► Uli Rodewald, Friedensrat Markgräflerland

 Ostermarsch Bilder

► Bilder Seite

► Frantiseks Bilder vom Ostermarsch

 

 

Ostermontag ist im Südwesten Ostermarschzeit. Friedensrat Markgräflerland und DGB Markgräflerland hatten auch in diesem Jahr dazu vor die Kaserne der Deutsch Französischen Brigade in Müllheim eingeladen und 500 Menschen waren bei bestem Wetter der Einladung gefolgt.

 

Teilnehmer des Ostermarsches auf der Anreise

   
 


 

Gemeinsam wird das Osternmarsch Lied gesungen 

Nach der Einstimmung durch den Ostermarsch Chor, der von den Teilnehmern gebildet wurde, setzte sich Uli Rodewald vom Friedensrat Markgräflerland mit der gegenwärtigen gewalttätigen Politik auseinander und forderte, Konfliktlösungen sollten konsequent mit zivilen Mitten erfolgen.

Dafür fehlten nicht die Mittel, sondern der politische  Wille. Anläßlich des bevorstehenden 30. Jahrestags der Gründung der Deutsch-Französischen Brigade forderte Rodewald die politisch Verantwortlichen der Stadt auf, sich an der Rechtfertigung immer neuer Kriege nicht zu beteiligen. Es gälte dagegen, Kriege zu entehren und sich für eine Politik des Friedens einzusetzen.

► Ostermarsch Rede Uli Rodewald, Friedensrat Markgräflerland

 
   Nach einem lauten Ostermarsch durch die Stadt, auf dem immer wieder die Forderung nach "Frieden schaffen ohne Waffen" und ein schrilles  "Wir pfeifen auf eure Kriege!"zu hören war,
wurden die Teilnehmer auf dem Marktplatz von Musikern aus dem Roma Büro Freiburg mit lebensfroher Musik begrüßt, die es den Zuhörern warm ums Herz und auch an den Händen werden ließ.
Frieder Müller vom DGB Markgräflerland informierte über die friedenspolitischen Forderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der sich für ein Abrüsten für den Frieden einsetzt und den Abzug aller Atomwaffen aus der Bundesrepublik verlangt. Zudem setzt sich der DGB dafür eine, rechte Netzwerke in der Bundeswehr aufzudecken und Rassismus und Nationalismus zu ächten.  
   Herzlich begrüßt von den Ostermarschierern wurde Pierre Rosenzweig aus Straßburg als Vertreter der französischen Friedensbewegung. Er machte auf die Gefährdung des Friedens aufmerksam, die durch die Kündigung des INF Vertrages durch die USA und Rußland entstünden. Seit der atomaren Aufrüstung in den 80ger Jahren sei der Frieden auf unserem Erdteil nie gefährdeter gewesen als heute. Und er beglückwünschte die Teilnehmer zu ihrer eindrucksvollen Bekundung für ein friedliches zusammenleben der Menschen.

Anne-Katrin Vetter vom Friedensrat Markgräflerland zeigte in einem vielseitigen Kaleidoskop auf, worauf es gerade in der heutigen Zeit ankommt. Nicht nur zu reden über Verhältnisse, die zu ändern sind, sondern diese Verhältnisse tatsächlich zu ändern, um eine Welt in Frieden möglich zu machen.

► Ostermarsch Rede Anne-Katrin Vetter, Friedensrat Markgräflerland

 
  Beschlossen wurde der Ostermarsch 2019 in Müllheim mit einem gemeinsam gesungenen Lied in vier Sprachen, das die Sehnsucht eines Kindes nach Frieden zeigt:Immer soll die Sonne scheinen,Immer soll der Himmel blau sein
Immer soll Mutter da sein - Und immer auch ich!
Ostermarsch im Südwesten: Gibt den Teilnehmern Mut, fröhlich und entschieden  einzutreten für eine Welt, die von Waffen nichts mehr hält. Denn das ist für die Menschen am besten.  

 

► hier gehts zur Ostermarsch Seite

  ► warum am Ostermarsch   Müllheim teilnehmen?        

 


 Holocaust Gedenktag 2019 im Markgräflerland

 

 ► 27. Januar - Auschwitz Tag

 

► Rede Anne-Katrin Vetter zum Auschwitz Tag 2019

 

► Rede Uli Rodewald zum Auschwitz Tag 2019

 

► Holocaust Gedenken im Markgräflerland - eine Auseinandersetzung

 

 

 

 

 Laut Schreien gegen Ungerechtigkeit und Vergessen
Holocaust Gedenktag im Markgräflerland

Am 74. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz hatte der Friedensrat Markgräflerland auf den
Jüdischen Friedhof in Müllheim eingeladen, um einen Beitrag zu leisten im Gedenken und Nachdenken über das
Vergangene und damit Orientierung für das Heute und die Zukunft zu schaffen. Erfreulicherweise fand sich eine
größere Gruppe von Menschen ein, um den Opfern der Nazis zu Gedenken.

Vor dem Friedhof waren Bilder von jüdischen Kindern zu sehen, die in einem Haus in Izieu/Frankreich vor den
Nazis versteckt waren und doch am 6. April 1944 von den Nazis festgenommen wurden. Sie alle wurden in
Auschwitz ermordet. Anne-Katrin Vetter vom Friedensrat Markgräflerland machte den Anwesenden diese Kinder
lebendig: " Schaut Euch unsere Gesichter an, damit wir in Euren Köpfen Menschen werden.

Schaut Euch unsere Gesichter an und wisst, wir waren nur einige unter ganz vielen, einer riesengroßen,
unfassbar großen Zahl an Menschen, die ermordet wurden." Und mit den Stimmen der Kinder von Izieu forderte
sie:"Seid unsere Stimme, verstummt bitte nie! Helft uns, damit ähnliches Leid, das uns angetan wurde, in der
heutigen Zeit durch Eure Hilfe aufhört.Helft uns, dass dieses Leid in Zukunft niemand mehr ertragen muss."


Ulrich Rodewald äußerte in seiner Ansprache zunächst sein Unverständnis über die Ordnungsbehörde, die auf dem
Friedhof "politische Reden mit aktuellem Bezug" untersagt hatte. Deshalb habe der Friedensrat sich gezwungen
gesehen, die Veranstaltung vor und nicht auf dem Jüdischen Friedhof statt finden zulassen. Denn, so führte
Rodewald aus, der Opfer des Nazi Regimes zu gedenken, ohne Bezug auf auf die aktuellen Gefährdungen unseres
gesellschaftlichen zusammenlebens durch nationalistische und rassistische Formationen hieße, die Opfer des
Nazi Regimes eine weiteres Mal zum Schweigen zu bringen. Und auch die Versammelten kritisierten diese
behördliche Auflage als völlig überflüssig und und unverständlich.

 

 "Wir wollen nicht still Gedenken, sondern laut Schreien gegen Ungerechtigkeit und Vergessen", nahm Rodewald
das Vermächtnis von Paul Niedermann auf, dem als 15 Jähriger aus dem Haus von Izieu die Flucht in die Schweiz
gelang.
Verfolgt von Nazis wurden nicht nur jüdische Menschen, verfolgt wuden Kommunisten, Sozialdemokarten und
Gewerkschafter, verfolgt wurden alle, die sich den Nazis in den Weg stellten. Verfolgt und ermordet wurden
Sinti und Roma, verfolgt wurden homosexuelle Menschen, verfolgt wurden  Menschen, deren Leben von den Nazis als "unwert" betrachtet wurde.
Zugleich rief Rodewald die Menschen in Erinnerung, die sich auch im Markgräflerland den Nazis mutig in den Weg
stellten. Er verwies auf die Liste der Opfer des Nationalsozialismus von 1947 für den Kreis Müllheim, auf der
89 Namen von Frauen und Männer aufgeführt sind, die wegen ihrer antifaschistischen Einstellung verfolgt wurden.
Angesichts der "sogenannten Alternative für Deutschland, die die Verbrechen der NS Zeit verharmlost und enge
Beziehungen ins rechtsextremistische Milieu unterhät", zitierte Rodewald die ehemalige Präsidentin des
Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, sei es heutige Aufgabe, dem entschieden
entgegenzutreten. Jederzeit und an jeden Ort.
Die Versammelten verabredeten sich, am 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wieder zu treffen. AUF dem
Jüdischen Friedhof in Müllheim.
 

 

Holocaust Gedenktag im Markgräflerland - auch eine Auseinandersetzung

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
 
zu ►der Veranstaltung des Friedensrats Markgräfland zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag in Müllheim erschien
am 2./4. Februar in der "Badischen Zeitung" ein Artikel, der nach unserer Auffassung weder dem Thema noch dem aufgetretenen  Konflikt „Auf dem Friedhof sind politische Reden mit aktuellem Bezug untersagt“ - gerecht wir.

Hierüber wollen wir weiter diskutieren und auch streiten.


Daher hat der Friedensrat Markgräflerland diesen Offenen Brief an die Beteiligten verfasst.

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Offener Brief des  Friedensrats Markgräflerland zum Artikel
"Unruhe statt stillen Gedenkens" in der Badischen Zeitung vom 2./4. Februar 2019
 
Sehr geehrte Frau Ehmann, sehr geehrter Herr Huber (Redakteure Badische Zeitung),
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Siemes-Knoblich,       (Stadt Müllheim, Gemeindeverwaltungsverband),
 
der Artikel in der Badischen Zeitung vom 2. Februar 2019  in der Müllheimer Ausgabe und übernommen am 4.Februar 2019 in die überregionale Mantelausgabe zur  Veranstaltung des Friedensrats Markgräflerland  zum Holocaust - Gedenktag am 27. Januar 2019 hat uns sehr betroffen gemacht.
 
Nur flüchtig wurde in dem Artikel darauf eingegangen, worum es inhaltlich auf dieser  Veranstaltung ging:
Nämlich um das Gedenken an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und um die Auseinandersetzung mit den Fragen, wie es zu dieser Barbarei hat kommen können, und was heute zu tun ist, damit sich solche Barbarei nicht wiederholt.
Was das Nicht-Handeln zur Nazizeit bewirkte, wissen wir. Was Nicht-Handeln für Humanität und Demokratie angesichts des Erstarkens rechter Kräfte und neuer Bedrohungen des Friedens in der heutigen Zeit bedeuten kann, darüber wurde auf der Veranstaltung gesprochen, aber nicht in der Badischen Zeitung berichtet. Kein Wort zu der gezeigten Ausstellung der Kinder von Izieu, die in Auschwitz ermordet wurden.
 
Stattdessen wurde versucht, den Friedensrat Markgräflerland und seine Arbeit herabzuwürdigen und mit viel Häme lächerlich zu machen.  
Nur wer nichts tut, macht keine Fehler.
 
Welchen Zweck verfolgt die Badische Zeitung mit dieser Art der Berichterstattung, die nach unserer Auffassung weder dem Thema noch dem aufgetretenen Konflikt gerecht wird, wie er in der durch die von dem Gemeindeverwaltungsverband gemachte Auflage Nr. 6 „Auf dem Friedhof sind politische Reden mit aktuellem Bezug untersagt“ zum Ausdruck kommt.
Der Friedensrat Markgräflerland wünscht sich, daß die Verfasser des Artikels und die darin erwähnten Akteure sowie alle Leserinnen und Leser wie der Friedensrat alle Tatkraft  einsetzen gegen die Gefährdungen unseres Gemeinwesens durch immer stärker werdende rechte Kräfte.
Wir werden weiter zu unserer Verantwortung stehen, alles zu tun gegen Krieg und Faschismus. Denn: "Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah.  Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon." (Max Mannheimer, jüdischer Überlebender des Holocaust).
 
Mit hoffnungsvollen Grüßen aus Müllheim
für den Friedensrat Markgräflerland
Ulrich Rodewald & Anne-Katrin Vetter

weitere UnterstützerInnen:

Helma Hein, Auggen
Ernst-Udo Kaufmann, Müllheim
Felix Hempel, Müllheim
Klaus Schober, Buggingen
Franz Schneider, Heitersheim
Irmgard Koll, Müllheim
Anne Maier, Bad Krozingen
Silke & Max Heinke, Freiburg
Adelheid Wilhelm-Sprondel, Müllheim
Jan Reichel, Müllheim
Udo Kauss, Rechtsanwalt, Freiburg
Walter Schreck, Müllheim
Tilman Sprondel, Müllheim
Jürgen Gissler, Ihringen
Carsten Letzerich, Sulzburg
Barbara & Jürgen Hauke, Müllheim
                Didier Nocus, Müllheim
Jean-Jaques Rettig, Fréconrupt - Frankreich
Friedbert Enz, Sulzburg
Bettina Winkhardt, Sulzburg
Doris Grässlin, Müllheim
Hedi & Wolf Roßkamp, Müllheim
Suzanne Rousselot, Labaroche - Frankreich Hagen Battran,
Heuweiler

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Wenn ihr/Sie diesen Offenen Brief mitunterzeichnen wollt/en, so erwarten wir Eure/Ihre Rückmeldung unter:
friedensrat-muellheim(at)gmx.de

Gerne dürfen auch Verwandte und Bekannte zur Unterschrift eingeladen werden.
 
Ich unterstütze den Offenen Brief des Friedensrats Markgräflerland
"Erinnern heißt: Handeln!"
zum Artikel ""Unruhe statt stillen Gedenkens" in der Badischen Zeitung vom 2./4. Februar 2019
und bin mit der Veröffentlichung meines Namens einverstanden.

 

Name:

 

 

Adresse:

 

 

 

 Dies der Artikel der "Badischen Zeitung"

 

 

Offener Brief des Friedensrats Markgräflerland

 

 

 

 

Leserbriefe in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung 

 

 
 
   

 

27.Januar Auschwitz Tag

Gedenken an die Opfer der Nazis in Müllheim
Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Entschieden handeln gegen rechts!

Kinder von Izieu - von den Nazis in Auschwitz ermordet

http://www.friedensrat.org/pages/aktionen/friedensrat-auf-tour/die-kinder-von-izieu.php

  

27. Januar 1945   -

                          27. Januar 2019

 

Erinnern an Auschwitz heißt:

Entschieden handeln gegen rechts!

 

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt.

    

Am 27. Januar 2019 jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 74. Mal.

Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden und anderen Menschen, die rassistisch oder politisch ausgegrenzt  und ermordet wurden.
Auschwitz ist das Kainsmal der deutschen Geschichte.

Der 27. Januar ist kein Feiertag im üblichen Sinn. Er ist ein "DenkTag": Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft.

Und er ist ein Tag des Handelns: Heute unternehmen rechte Kräfte Anstrengungen, die Verbrechen der Nazis zu entschuldigen und zu verharmlosen. Deshalb bekräftigen wir den antifaschistischen Konsens unseres Landes :

Nie wieder Faschismus! - Nie wieder Krieg!

Viele junge Deutsche wissen laut einer CNN-Umfrage kaum etwas über den Holocaust. Von den Befragten in der Altersklasse von 18 bis 34 gaben rund 40 Prozent an, "wenig" oder "gar nichts" darüber zu wissen.

 

 Die "Rampe" in Auschwitz: Ankunft von Deportierten

 

Die "Rampe" in Auschwitz 2018: Den Nazis den Weg versperren!!

Deshalb zeigt der Friedensrat Markgräflerland am

 

Donnerstag, den 24. Januar um 19.30 in den Räumen der Diakonie, Wilhelmstr.8 in Müllheim den Dokumentationsfilm:

Die Befreiung von Auschwitz

 

 

 

Für Sonntag, den 27.Januar 2019 um 15.00 Uhr sind die Bürgerinnen und Bürger eingeladen zur Gedenkveranstaltung an die Opfer der Nazis auf den Jüdischen Friedhof in Müllheim

(Schwarzwaldstraße/Im Nußbaumboden) 

Bitte beachten: Männliche Teilnehmer tragen auf dem Jüdischen Friedhof eine Kopfbedeckung)

► Flyer zum download  

► Informationen über das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

 


 


 Wer immer hier Hand angelegt hat, wen immer er gemeint hat: Uns gefällts!


 


 

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