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Willkommen



„Was ich sonst mache oder sage, kann die Struktur des Universums nicht ändern. Aber vielleicht kann meine Stimme der größten Sache dienen: Eintracht unter den Menschen und Friede auf Erden.“ 

Albert Einstein



Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos. War man je zu all dem frisch und munter? … Kriegsmüde hat man immer zu sein, das heißt nicht nachdem, sondern ehe man den Krieg begonnen hat.

Karl Kraus

(1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller

Stellungnahme des Friedensrats Markgräflerland
zur weiteren Militarisierung Deutschlands

Der Friedensrat Markgräflerland lehnt die durch die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten beschlossene  Grundgesetzänderung, 100 Mrd € zur Kriegsförderung in einem Sondervermögen einzustellen, ab.

"Schande über diese Bundesregierung, die den Krieg um die Ukraine schamlos für eine historisch hohe Aufrüstung und Militarisierung Deutschlands ausnutzt! " (Jürgen Grässlin, DFG-VK)

Diese 100 Mrd € müssen nicht erst im Beschaffungswesen der Bundeswehr versickern, bis sie "verpulvert" sind. Sie sind es von vornherein:

"Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu Essen bekommen, denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder."

(Dwight D. Eisenhower, 34. Präsident der Vereinigten Staaten)

Der Friedensrat Markgräflerland  protestiert gegen diese 100 Mrd € Aufrüstung und fordert eine zivile Zeitenwende!!!!!

Schon vor dem Krieg um die Ukraine litt die Weltordnung unter Militarisierung und Konfrontation. Ein Mehr der falschen Medizin kann diese Krankheit nicht heilen.

Wer Frieden für die Ukraine fordert, darf zum Aufrüstungsprogramm der Bundesregierung, das auch die Beschaffung von Atombombern beinhaltet, nicht schweigen.

 

Sagt Nein zu Krieg!

Sagt Nein zur Aufrüstung!

Frieden Jetzt!



Hiroshima Tag 2022 im Markgräflerland

Atombombenopfer mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot!
Am 6. und 9. August 1945 wurden von den USA Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Innerhalb kürzester Zeit verdampften und verbrannten Zehntausende Menschen.

Auf einem Transparent des Friedensrats Markgräflerland zu diesen fürchterlichen Ereignissen ist neben schreienden Kindern auch der Kranich zu sehen, den Sadako Sasaki tausendfach gefaltet hat in der Hoffnung, so dem Tod durch die Atombombe zu entgehen.
Sadako Sasaki hoffte 10 Jahre lang, dann starb sie an der Strahlenkrankheit.

Heute bedrohen uns weltweit noch immer 12.700 Nuklearwaffen! Die Atommächte planen, Milliardensummen in die Aufrüstung ihrer Arsenale zu investieren. Friedensforscher warnen vor einem neuen atomaren Wettrüsten. In Deutschland sollen neue Trägerflugzeuge für neue, zielgenauere Atombomben in Büchel angeschafft werden.
Vom 21. bis 23. Juni fand in Wien die erste Vertragsstaatenkonferenz des UN-Atomwaffenverbotsvertrages statt. Der Vertrag trat am 22. Januar 2021 in Kraft. Bis heute sind ihm 66 Länder beigetreten.
Zwar hat Deutschland an der UN-Konferenz als Beobachter teilgenommen hat, gleichzeitig hat die Bundesregierung durch ihren Vertreter in Wien ausdrücklich die Ablehnung des Atomwaffenverbotsvertrags bekräftigt.
Der Friedensrat Markgräflerland fordert mit der Friedensbewegung in Deutschland von der Bundesregierung:


► Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen ihres Einsatzes zu ächten;


► auf dem Weg zur Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags auf die atomare Bewaffnung neuer Kampfflugzeuge zu verzichten;


► kooperative Sicherheit durch eine Politik der Friedenslogik in den Blick zu nehmen und damit die nukleare Abschreckung überwinden zu helfen.




 

Porajmos

heißt in der Sprache der Roma: das große Verschlingen der europäischen Roma und Sinti durch die Nazis.

Aus Anlass des Jahrestages der Ermordung der nach Auschwitz deportierten Roma und Sinti am 2. August 1944 hat der Friedensrat Markgräflerland ein Transparent in Müllheim angebracht, damit der Nazi Völkermord an Roma und Sinti aus ganz Europa nicht vergessen wird.

► hier der Artikel zur Erinnerung an den Völkermord der Nazis an Sinti und Roma



 

Sondervermögen Bundeswehr:

Die 100 Mrd.€ Lüge

 

Am 27. Februar 2022 kündigt Bundeskanzler Scholz im Bundestag die Einrichtung eines Sondervermögens für die Bundeswehr  über 100 Milliarden Euro an. Seine Begründung:

"Angesichts der Zeitenwende, die Putins Aggression bedeutet, lautet unser Maßstab: Was für die Sicherung des Friedens in Europa gebraucht wird, das wird getan. Deutschland wird dazu seinen solidarischen Beitrag leisten. Das heute klar und unmissverständlich festzuhalten, reicht aber nicht aus; denn dafür braucht die Bundeswehr neue, starke Fähigkeiten. ...

Wir werden dafür ein Sondervermögen Bundeswehr einrichte. Der Bundeshaushalt 2022 wird dieses Sondervermögen einmalig mit 100 Milliarden Euro ausstatten. Die Mittel werden wir für notwendige Investitionen und Rüstungsvorhaben nutzen. Wir werden von nun an Jahr für Jahr mehr als 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in unsere Verteidigung investieren. Meine Damen und Herren, ich richte mich hier an alle Fraktionen des Deutschen Bundestages: Lassen Sie uns das Sondervermögen im Grundgesetz absichern."

Am 1. März 2022 berichtet der "Spiegel" unter der Überschrift: "Die 100 Milliarden Bazooka" über ein "Argumentationspapier "Sondervermögen Bundeswehr" vom 26. Oktober 2021.

Am 29. März stellt die Stiftung "FragDenStaat" eine ►Anfrage das das Bundesministerium der Verteidigung :

" Antrag nach dem IFG/UIG/VIG

Sehr geehrte Damen und Herren, bitte senden Sie mir Folgendes zu:

das sechsseitige Argumentationspapier zum "Sondervermögen Bundeswehr" vom 26. Oktober 2021 auf welches im folgenden Text des Spiegels verwiesen wird: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ukraine-krieg-die-100-milliarden-dollar-bazooka-von-olaf-scholz-a-daf9203c-2737-4cb2-9c99-308e50dea945"
Am 30. Juni 2022 bestätigt das Bundesminitserium der Verteidigung die Existenz des ►Argumentationspapiers zum ,Sondervermögen Bundeswehr' vom 26 . Oktober 2021 . Allerdings wird die Herausgabe  verweigert, weil " die begehrten Informationen beinhalten geheimhaltungsbedürftige Tatsachen und vertrauliche Informationen, die im öffentlichen Interesse schutzbedürftig sind. Bei einer Offenlegung bestünde zum einen die Gefahr, dass sich andere feindlich gesinnte Staaten und Nachrichtendienste ein Bild über die Fähigkeiten und Einsatzbereitschaft der Bundeswehr machen könnten. Die Kenntnis ließe zudem Rückschlüsse auf mögliche Planungen und Strategien in Bezug auf Optimierungen und Verbesserungen bzw. Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr zu. Unbefugte Dritte könnten daran ihre eigenen Maßnahmen zum Nachteil der Bundeswehr und somit der Bundesrepublik Deutschland ausrichten. Durch die Kenntnis der Informationen könnten ggf. auch Schwachstellen aufgedeckt werden, deren Kenntnis zum Nachteil der Einsatz- und Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr genutzt werden könnten.
Mithin wären nachteilige Auswirkungen für die Interessen der Bundesrepublik Deutschland
durch eine Offenlegung der Informationen nicht auszuschließen."

Zusammenfassung:

Pläne für ein "Sondervermögen Bundeswehr" und eine entsprechende
Projekteliste lagen bereits  im Oktober 2021 vor. Damit wird die Argumentation, diese Entscheidung sei eine Konsequenz aus dem russischen Einmarsch in der Ukraine, haltlos.

Vielmehr bestätigt sich: Der Krieg Russlands um die Ukraine wird von der Bundesregierung schamlos dazu genutzt,          ► Deutschland als militärische Führungsmacht in Europa zu etablieren.
Stolz verkündet Bundeskanzler Scholz: " Deutschland wird in Europa bald über die größte konventionelle Armee im Rahmen der Nato verfügen."


Wir zahlen nicht für Eure Kriege!

Wir – Friedensbewegte in der BRD aus der ganzen Welt – rufen dazu auf, das angekündigte Aufrüstungspaket von 100 Milliarden Euro im Grundgesetz gemeinsam zu stoppen und für die Umwidmung der Mittel zum Ausbau des Sozialstaats zu kämpfen. Die Aufrüstungspolitik ist grundfalsch, hochgefährlich und zynisch, weil sie bedeutet, die gesellschaftliche Krise mit Militarismus zu beantworten statt mit sozialem Fortschritt zur Mehrung des Allgemeinwohls. Rüstungs- und Kriegspolitik stehen immer im Gegensatz zur solidarischen Kultivierung der Gesellschaft. Deswegen engagieren wir uns stattdessen für massive öffentliche Investitionen und dauerhafte Ausgabenerhöhungen für Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur und Klima – zur zivilen, demokratischen und sozialen Wohlentwicklung weltweit.

Die Waffen nieder!
Den Krieg in der Ukraine wird diese Aufrüstung weder stoppen noch verkürzen. Vielmehr hat das neue globale Wettrüsten der vergangenen Jahre die verschärfte Konfrontation der großen Machtblöcke mit verursacht und eskaliert sie weiter. Auch geht es bei dem Aufrüstungspaket nicht um Landesverteidigung, sondern um national eigenständige Kriegsbefähigung. Die auf der Einkaufsliste stehenden F35-Tarnkappenbomber und Drohnensysteme sind aggressives Angriffskriegsgerät und sollen zudem die atomare Teilhabe verstetigen. Dagegen ist der einzige Weg zum Frieden: Abrüstung, Deeskalation, internationale Diplomatie und soziale Gerechtigkeit weltweit!

Nie wieder Krieg!
Aufrüstung gehört nicht ins Grundgesetz. Im Gegenteil: Als Konsequenz aus zwei imperialistischen Weltkriegen, die von deutschem Boden ausgingen, sowie als Schlussfolgerungen aus der Befreiung vom deutschen Faschismus, flossen ins Grundgesetz das Gebot zum Frieden, zu Gewaltverzicht, Völkerverständigung, Asylrecht und Sozialstaat ein: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten sind verfassungswidrig“ (Art. 26). Ein bis heute und für heute gültiges Entwicklungsprogramm, damit nie wieder Krieg von Deutschland ausgehe!

Gemeinsame Entwicklung statt Aufrüstung
Mehr Waffen schaffen keinen Frieden und Sicherheit gibt es nur gemeinsam, nicht gegeneinander! Das Potential für zivile, demokratische und soziale Wohlentwicklung für alle ist vorhanden. Eine gerechte Ressourcenverteilung würde die Hungerkrisen insbesondere im globalen Süden beenden; der Umstieg auf erneuerbare Energien für eine nachhaltige Klimapolitik ist technologisch möglich; eine umfassende Gesundheitsversorgung kann für alle gewährleistet und solidarische Entfaltung durch vernünftige Arbeit, soziale Sicherheit und demokratisch-offene Bildung und Kultur für Alle geschaffen werden. All dies erfordert globale Kooperation, demokratische Aushandlung und kluge Investitionen für die gemeinsame Lösung von Problemen.

Gemeinsam sagen wir NEIN zur Aufrüstung und JA zur Zukunft!
Das Aufrüstungspaket ist gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung weltweit gerichtet. Es geht einher mit gesteigert unsozialer und autoritärer Politik, mit Nationalismus und Chauvinismus. Die ohnehin enorme Ungleichheit wächst weiter. Profiteure sind einzig die Chefetagen von Banken und Rüstungskonzernen. Statt dieser destruktiven Hinterzimmerpolitik braucht es eine tatsächlich demokratische, zivile und soziale Zeitenwende – hervorzubringen von uns Allen in Gewerkschaften, Schüler:innen- und Studierendenvertretungen, Friedens-, Antifa-, Umwelt- und sozialen Bewegungen, in Kirche und Kultur-, Bildungs-, Sozialeinrichtungen sowie in Parteien. Allein mit je 20 Milliarden in die öffentliche Energie- und Verkehrsinfrastruktur, in die Sanierung von Schulen und Hochschulen, in den personellen Ausbau des Gesundheitswesens, in sanktionsfreie soziale Mindestsicherungen und in die Förderung von Museen, Theatern, Kinos und Bücherhallen würde ein notwendiger Schritt zur Lösung der vordringlichsten Probleme der Mehrheit getan. Wir rufen daher auf, eine solche Kehrtwende gemeinsam durchzusetzen!

Kommt zur bundesweiten Demonstration
am Samstag, den 02.07.2022,

um 14 Uhr, Bebelplatz
in Berlin!

NEIN zur Aufrüstung – JA zur zivilen, solidarischen Entwicklung!

Neben vielen anderen gehört auch der Friedensrat Markgräflerland zu den Aufrufern:

und viel andere mehr

 

► Flyer zum download

► Plakat zum download

► Seite des Aktionsbündnisses

 

 



8. Mai - Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg

"Dass mein werter Name als Nazi-Gegner in tausend Jahren noch im Strafregister stehen wird, darauf werd ich stets stolz sein."

Edwin Bruckert, Bergmann und Landwirt aus Buggingen(Markgräflerland)
wegen seiner Nazi Gegnerschaft 1944 vom Sondergericht Freiburg zu einer Gefängnisstrafe verurteilt 

Veranstaltung des Friedensrats Markgräflerland in Müllheim

► Rede von Anne-Katrin Vetter, Friedensrat Markgräflerland zum 8. Mai 2022

Zum Tag der Befreiung Deutschlands von Faschismus und Krieg am 8. Mai hatte der Friedensrat Markgräflerland zu einer Gedenkveranstaltung an die Gräber der 58 Kindern von Zwagsarbeiterinnen auf den Alten Friedhof in Müllheim eingeladen. Diese Kinder starben noch unmittelbar nach Beendigung der Nazi Herrschaft an deren Folgen.
►Anne-Katrin Vetter vom Friedensrat Markgräflerland machte  in ihrer Rede deutlich, unter welchen unmenschlichen Bedingungen die Zwangsarbeiter in Nazi Deutschland litten: "Medizinische Versorgung gab es kaum oder gar nicht, die Lebensbedingungen waren sehr schlecht, die Arbeitsbedingungen ebenfalls. Durch das Ausnutzen der Arbeitskraft wollten sich die Nazis an den Menschen rächen, die russischen Ursprungs, polnischen Ursprungs, oder sonstiger Nationalität waren, die ihnen nicht passten. „Untermenschen“ war ihre Sammelbezeichnung. Ganz oft wurden sie geprügelt oder gequält, geschunden und viele wurden ermordet."
Vetter kritisierte die Bezeichnung "Polenfeld" für die Gräber der verstorbenen Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterkinder, die sie als herz- und gefühlos bezeichnete. In dieser Bezeichnung sei ausgelöscht, dass es sich hier auch um die Gräber von Kindern handelt, die heute noch unter uns wären, hätten diese Kinder ihr begonnenes Leben in ihrer Heimat ohne diesen Nazi-Wahnsinn leben können. 

Die Namen der verstorbenen Zwangsarbeiterkinder werden verlesen

Begleitet von Felix Hempel auf dem Fagott sangen die Teilnehmer das Lied von Bettina Wegener "Sind so klein die Hände". Die Liedermacherin hatte dem Friedensrat zum 8. Mai diese Grussadresse geschickt: "Solange Ihr an diese polnischen Zwangsarbeiterkinder denkt und über ihr Schicksal berichtet, solange werden sie in unserem Bewußtsein leben und nicht vergessen sein. Sie werden in unserer Erinnerung leben und die Menschen aufrufen, diese unmenschliche Lebenssituation nie wieder zuzulassen. Ich danke Euch für Eure Erinnerungsarbeit und bin im Herzen bei Euch."
Dann verlasen die Teilnehmer die Namen der verstorbenen Kinder und knüpften Bänder mit deren Namen an die umstehende Bäumen. Jedes Band geschmückt mit einem Vergissmeinnicht.

Die Bänder mit den Namen der Kinder werden an den umstehenden Bäumen angebracht

Leider weist bis heute kein Hinweis auf die Gräber der verstorbenen Zwangsarbeiterkinder hin. Der Friedensrat Markgräfland wird sich dafür einsetzen, dass in einer würdigen Form mit einer Hinweistafel diesem Mangel abgeholfen wird.   

 

Niezapominajka! Vergiss mein nicht!

Blumen sind auf den Grabplatten niedergelegt:

Niezapominajka! Vergiss mein nicht!

 

Unser Transpi macht auf unsere Veranstaltung zum Tag der Befreiung am 8. Mai aufmerksam ....

.... und unsere Plakate auch.

8. Mai 1945
Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg

Am 8. Mai 2021 feiern wir zum 77. Mal den Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg.  Auch das Markgräflerland im Südwesten Deutschlands wurde von den Nazis befreit – und vom Krieg.
Heute wird der 8. Mai 1945 von vielen Europäern gefeiert und ist Teil eines kollektiven europäischen Gedächtnisses.

Dazu gibt es allen Grund - vor allem in Deutschland. Denn nach dem 8. Mai 1945 konnte ein demokratischer Neuanfang beginnen.
Die Überlebenden des Naziterrors, Opfer des Faschismus, wollten ein Land ohne Krieg und Terror errichten, demokratisch, frei und solidarisch.
Diesen Tag gilt es - so der Friedensrat Markgräflerland - zu würdigen und zu feiern.

Auch in diesem Jahr, in dem mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine etwas passiert ist, das viele nicht für möglich hielten: Dass die Regierung eines Landes, das unter dem furchtbaren Vernichtungskrieg der Nazis derart gelitten hat, solch einen Krieg beginnen würde. Die russischen Panzer werden von den Urenkeln der Frauen und Männer gesteuert, die gemeinsam mit ihren ukrainischen Kampfgefährten unter unvorstellbaren Opfern die Sowjetunion verteidigten und die Hauptlast im Kampf für die Befreiung Europas vom Faschismus trugen. Der Einmarsch in ein anderes Land ist durch nichts zu rechtfertigen. Weder durch den Verweis auf eigene Sicherheitsinteressen noch durch den Verweis auf die völkerrechtswidrigen Kriege der NATO.


Der Friedensrat Markgräflerland lädt

ein zur Erinnerung an die doppelte Befreiung von Faschismus und Krieg an den Gräbern der Zwangsarbeiterkinder auf dem Alten Friedhof in Müllheim am Sonntag, 8. Mai 2022 um 15 Uhr: Niezapominajka! - Vergiss mein nicht!

Und: Die Waffen nieder!

 

► das Plakat zum downloaden

 

So berichtete der SWR über unsere Aktion 2016:

► Bericht des SWR Fernsehen über unsere Aktion zum Tag der Befreiung am 8. Mai in Müllheim 

2 x 8.Mai 2022 in Müllheim: Autoschau und

die Erinnerung an den Tag der Befreiung 1945

 



Erfolgreicher Ostermarsch 2022 in Müllheim mit 300 Teilnehmern

 


Ostermontag ist im Südwesten Ostermarschzeit. Friedensrat Markgräflerland und DGB Markgräflerland hatten auch in diesem Jahr dazu vor die Kaserne der Deutsch Französischen Brigade in Müllheim eingeladen und 300 Menschen waren der Einladung gefolgt.
Der Ostermarsch 2022 trug in diesem Jahr die Überschrift: "Beendet die Kriege, den Hass, die Gewalt! Frieden Jetzt!" und war eine Demonstration gegen den Krieg um die Ukraine wie gegen alle Kriege auf der Erde.

 

Foto: Frantisek Matous, Basel

Foto: Frantisek Matous, Basel

Uli Rodewald vom Friedensrat hob in seiner Rede hervor, worauf es im Krieg um die Ukraine gegenwärtig ankomme: Einstellung aller Kampfhandlungen. Zurück an die Verhandlungstische. "Wir wollen den Frieden gewinnen, nicht den Krieg" rief Rodewald den Teilnehmern vor der Robert Schuman Kaserne zu.  Es sei  nicht Aufgabe der Friedensbewegung, sich im Sinne der Kriegslogik für eine der Kriegspartien zu engagieren und dabei selbst zur Kriegspartei zu werden. Auch im Krieg um die Ukraine gebe es eine Alternative zur Eskalationsspirale. Voraussetzung dafür sei, dass die entscheidenen Akteure dien plotischen Willen dazu hätten. "Lasst uns Frieden schaffen ohne Waffen! Lasst uns der „Unkultur des Krieges“ eine allumfassende „Kultur des Friedens“ entgegensetzen!" beendete Rodewald seine Ausführungen.

► Rede Uli Rodewald als pdf

Dann zogen die Teilnehmer durch Müllheim. Immer wieder betonten sie lautstark ihre Forderung nach einer Zeitenwende für Abrüstung und Frieden und skandierten immer wieder: Frieden schaffen ohne Waffen.

Foto: Frantisek Matous, Basel

Foto: Frantisek Matous, Basel

Auf dem Müllheimer Marktplatz wurden sie von Musikern aus dem Roma Büro Freiburg mit lebensfroher Musik begrüßt, die es den Zuhörern warm ums Herz und auch an den Händen werden ließ.
Begleitet von Felix Hempel auf dem Fagott wurde gemeinsam das Lied vom Deserteur von Boris Vian gesungen. In ihm heißt es: "„Verweigert den Befehl, kämpft nicht in ihren Kriegen, glaubt niemals ihren Lügen, der Frieden wär’ ihr Ziel!“

Foto: Frantisek Matous, Basel

Foto: Frantisek Matous, Basel

Dann sprach Anne Katrin Vetter vom Friedensrat. Sie wandte sich entschieden gegen das geplante Aufrüstungsprogramm der Bundesregierung. Für Waffen, Munition, Panzer, mit Rakten bestückte Drohnen, würden jetzt Milliaraden locker gemacht, die bisher für so viele wichtige soziale Zwecke angeblich nicht vorhanden gewesen seien. Sie kritisierte Ministerpräsiedenten Kretschmann von den Grünen, der sich schäme, sich nicht früher für Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen zu  habe. " Ich schäme mich für die Politiker, die Panzer als Heilsbringer ansehen. Maschinen, mit denen das Militär tötet, bringen kein Heil."  Und sie forderte die Teilnehmer auf, nicht nur zu reden über Verhältnisse, die zu ändern sind, sondern diese Verhältnisse tatsächlich zu ändern, um eine Welt in Frieden möglich zu machen.

► Rede Anne-Katrin Vetter als pdf

Ostermarsch im Südwesten: Gibt den Teilnehmern gerade in dieser Zeit Mut, einzutreten für eine Welt, die von Waffen nichts mehr hält. Denn das ist für die Menschen am besten.

 

Foto: Frantisek Matous, Basel

Foto: Frantisek Matous, Basel

Zum Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg am 8. Mai lädt der Friedensrat Markgräflerland ein zur Erinnerung an den Gräbern der Zwangsarbeiterkinder auf dem Alten Friedhof in Müllheim

► Frantiseks Bilder vom Ostermarsch

► Das Ostermarschplakat als pdf

► Der Ostermarsch Aufruf 2022 als pdf

► Flyer Ostermarsch 2022 in Müllheim

Wir sagen NEIN zu Krieg und Aufrüstung

Ostermontag ist im Südwesten Ostermarsch Zeit. Seit 25 Jahren gehen wir in Müllheim auf die Strasse, um unseren Forderungen nach Frieden und sozialen Fortschritt Nachdruck zu verleihen.

 

Wir fordern: 

Beendet die Kriege,

den Hass,

die Gewalt!

 

Frieden Jetzt!

 

In der Ukraine

und überall auf der Erde!
 

Deshalb demonstrieren wir am Ostermontag in Müllheim, weil wir nicht wollen, dass immer mehr Geld für Militär und Kriege ausgegeben wird: Abrüstung statt Aufrüstung

 

Sagt Nein zu Krieg!
Sagt Nein zur Aufrüstung!

 

 

 ► Stellungnahmen und Aktionen des Friedenrats Markgräflerland gegen den Krieg um die Ukraine

 

► Im Chaos unserer Zeit: Der Krieg um die Ukraine

Aufruf des Friedensrats Markgräflerland zum 25.Ostermarsch 2022 in Müllheim

Beendet die Kriege, den Hass, die Gewalt!

Gegen Krieg und Aufrüstung!

 

Der Friedensrat Markgräflerland verurteilt den Krieg Russlands gegen die Ukraine, wie er überhaupt Krieg als Lösung von Konflikten verurteilt. Jeden Krieg.

Wir fordern die Einstellung aller Kampfhandlungen. Notwendig ist ein umfassender Waffenstillstand, der Rückzug aller russischen Truppen und ein Zurück an den Verhandlungstisch.

 

Wie alle Kriege kommt auch der Krieg um die Ukraine nicht aus einer schwarzen Wolke. Schon vor Russlands völkerrechtswidrigem Angriff auf die Ukraine litt die Weltordnung unter Militarisierung und Konfrontation. Ein Mehr der falschen Medizin kann diese Krankheit nicht heilen.

Doch die Antwort, die die Bundesregierung auf den Krieg in der Ukraine gibt, ist keine friedenspolitische, sondern eine kriegspolitische:

Über ein Sondervermögen soll der Verteidigungsetat auf rund 75 Milliarden Euro drastisch erhöht werden. Hundert Milliarden Euro werden schuldenfinanziert für die Bundeswehr bereitgestellt. Das Bruttoinlandprodukt soll auf bis zu 3% für Rüstung und Militär gesteigert werden; Kampfdrohnen; sogenannte atomare Teilhabe der Bundeswehr - offenbar gibt es für die Militärausgaben keine Schranken mehr. – eine Unsumme an Geld, die in Zukunft für Bildung, Pflege u.v.a. Sinnvollem fehlen wird.

Auch wird die ukrainische Armee umfassend mit Kriegswaffen aus NATO-Staaten hochgerüstet. Deutschland liefert gepanzerte Fahrzeuge, Panzerfäuste, Panzerabwehrwaffen und Boden-Luft-Raketen. Krieg ist gut fürs Geschäft. Die Aktienkurse der Rüstungskonzerne erreichen Rekordwerte.

Wer Frieden für die Ukraine fordert, darf zum Aufrüstungsprogramm der Bundesregierung nicht schweigen.

 

Sagt NEIN zu Krieg und Aufrüstung.

Uns Pazifisten wird gesagt, der Krieg Rußlands um die Ukraine zeige doch, wie notwendig das Militär sei.

Uns hingegen zeigt dieser Krieg ein weiteres Mal, dass der Weg der Aufrüstung und der Konfrontation ein Irrweg ist, der über Menschen nur Unheil bringt.

·  Auf die Anklagebank gehören die zum Krieg drängenden Kräfte, nicht die Friedenskräfte, die seit Bertha von Suttner „Die Waffen nieder!“ rufen und vor Krieg warnen, dringlicher denn je.

·  im Moment toben rund 30 kriegerische Konflikte auf der Erde.  Die Kriegslogik gegeneinander in allen diesen Konflikten muss ersetzt werden durch die Friedenslogik miteinander: Deeskalation, Diplomatie, sofortige Einstellung der Kriegshandlungen, Rückzug der Waffen, Verhandlung und Vermittlung zwischen den Konfliktparteien, Schutz und Stärkung des Völkerrechts, Schaffung einer europäischen und globalen Friedensarchitektur

·  Statt einer Zeitenwende für Aufrüstung und Krieg braucht die Welt eine Zeitenwende für Abrüstung und Frieden, für gemeinsame Sicherheit im Haus Europa, für Nachhaltigkeit und die Lösung der globalen Probleme auf unserem Planeten.

Krieg bringt Leid und Tränen von Eltern und Großeltern, die um ihre Söhne, Töchter und Enkel weinen.

Krieg bedeutet vor allem auch die Zerstörung unserer Seelen. Schützen wir uns davor. Indem wir der Kriegsrhetorik widerstehen und  darauf drängen, dass dieser Krieg beendet wird. Stellen wir uns deshalb der Verbreitung von Hass gegen Menschen aus und in Russland entgegen.

 

Lasst uns Frieden schaffen ohne Waffen! Setzen wir  der „Unkultur des Krieges“ eine „Kultur des Friedens“ entgegen!
 

► Der Aufruf des Friedensrats Markgräflerland als pdf

Beendet die Kriege, den Hass die Gewalt.
Frieden jetzt!
25. Ostermarsch in Müllheim
Ostermontag, 18. April 2022 - 14 Uhr
Robert Schuman Kaserne Müllheim

 




 

Diplomatie statt Krieg:

Den Konflikt um die Ukraine friedlich lösen!

Weder Krieg noch Aufrüstung!

Der Friedensrat Markgräflerland, der DGB Markgräflerland, Bündnis 90/Die Grünen, OV Markgräflerland und Die Linke - Breisgau- Hochschwarzwald hatten am 11. März zu einer Mahnwache gegen den Krieg um die Ukraine - für Frieden und Abrüstung in Europa, auf den Markgräfler Platz in Müllheim aufgerufen.

Aus diesem Anlass hielt Uli Rodewald als Vertreter des Friedensrates Markgräflerland diese Rede:

► die Rede als pdf

Etwa 50 Menschen versammelten sich, um gegen den Krieg um die Ukraine protestieren

Weder Krieg noch Aufrüstung!

Der Friedensrat Markgräflerland verurteilt den Krieg Russlands gegen die Ukraine, wie er überhaupt Krieg als Lösung von Konflikten verurteilt. Jeden Krieg.
Wir fordern die Einstellung aller Kampfhandlungen. Notwendig ist ein umfassender Waffenstillstand, der Rückzug aller Truppen und ein zurück an den Verhandlungstisch.

Wie alle Kriege kommt auch dieser Krieg nicht aus einer schwarzen Wolke. Wieder einmal haben sich die Kräfte des Friedens zu schwach erwiesen, wieder einmal haben die Kräfte des Krieges die Oberhand gewonnen und setzen ihre Interessen mit Waffengewalt, Vernichtung und Tod durch.

Der Krieg um die Ukraine scheint weit entfernt vom Markgräflerland. Sollte er jedoch zu einem Eingreifen der NATO führen, werden möglicherweise auch Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade darin verwickelt sein.
Und wir werden für diesen Krieg zu bezahlen haben. Hoffentlich nicht mit unserem Leben. Aber mit unserem Geld.

Die SPD-GRÜNEN-FDP-geführte Bundesregierung nutzt diese Situation für einen nie dagewesenen Aufrüstungs- und Militarisierungsschub. Während der Sondersitzung des Bundestages am 27. Februar konnte einem angst und bange werden. Bundeskanzler Olaf Scholz verkündete in seiner Regierungserklärung „eine Zeitenwende in der Geschichte des Kontinents“.
Über ein Sondervermögen soll der Verteidigungsetat auf rund 75 Milliarden Euro drastisch erhöht werden. Hundert Milliarden Euro werden schuldenfinanziert für die Bundeswehr bereitgestellt. Das Bruttoinlandprodukt soll auf bis zu 3% für Rüstung und Militär gesteigert werden; Kampfdrohnen; so genannte atomare Teilhabe der Bundeswehr - offenbar gibt es keine Schranken mehr. – eine Unsumme an Geld, die in Zukunft für Bildung, Pflege u.v.a. Sinnvolle fehlen wird.
Auch wird die ukrainische Armee umfassend mit Kriegswaffen aus NATO-Staaten hochgerüstet. Deutschland liefert gepanzerte Fahrzeuge, Panzerfäuste, Panzerabwehrwaffen und Boden-Luft-Raketen. Krieg ist gut fürs Geschäft. Die Aktienkurse der Rüstungskonzerne erreichen Rekordwerte.
Die Antwort, die diese Bundesregierung auf den Krieg in der Ukraine gibt, ist keine friedenspolitische, sondern eine kriegspolitische. Wir sagen aber NEIN zu Aufrüstung und Krieg.

Mit Jürgen Grässlin vom Rüstungsinformationbüro Freiburg sagen wir :


"Schande über diese Bundesregierung, die den Krieg um die Ukraine schamlos für eine historisch hohe Aufrüstung und Militarisierung Deutschlands ausnutzt! "
Schon vor demKrieg um die Ukraine litt die Weltordnung unter Militarisierung und Konfrontation. Ein Mehr der falschen Medizin kann diese Krankheit nicht heilen.
Der Friedensrat sagt: Wer Frieden für die Ukraine fordert, darf zum Aufrüstungsprogramm der Bundesregierung nicht schweigen.

Und von den hier anwesenden Vertretern polititischer Parteien, besonders von denen, die wie "Die Grünen" dieser Regierung angehören, fordern wir: Ein so starkes Engagement wie gegen den Krieg um die Ukraine erwarten wir auch von Ihnen im Widerstand gegen dieses  Aufrüstungsprogramm.

Sagt Nein zu Krieg!
Sagt Nein zur Aufrüstung!

 


Uns Pazifisten wird gesagt, der Krieg Rußlands um die Ukraine zeige doch, wie notwendig das Militär sei.
Uns hingegen zeigt dieser Krieg ein weiteres Mal, dass der Weg der Aufrüstung und der Konfrontation ein Irrweg ist, der über Menschen nur Unheil bringt.


►  Auf die Anklagebank gehören die zum Krieg drängenden Kräfte, nicht die Friedenskräfte, die seit Bertha von Suttner „Die Waffen nieder!“ rufen und vor Krieg warnen, dringlicher denn je.

►  im Moment toben rund 30 kriegerische Konflikte auf der Erde.  Die Kriegslogik gegeneinander in allen diesen Konflikten muss ersetzt werden durch die Friedenslogik miteinander: Deeskalation, Diplomatie, sofortige Einstellung der Kriegshandlungen, Rückzug der Waffen, Verhandlung und Vermittlung zwischen den Konfliktparteien, Schutz und Stärkung des Völkerrechts, Schaffung einer europäischen und globalen Friedensarchitektur

►  Statt einer Zeitenwende für Aufrüstung und Krieg braucht die Welt eine Zeitenwende für Abrüstung und Frieden, für gemeinsame Sicherheit im Haus Europa, für Nachhaltigkeit und die Lösung der globalen Probleme auf unserem Planeten.

Ansprache der Vorsitzenden des DGB Markgräflerland   Claudia Moening

Krieg bringt Leid und Tränen von Eltern und Großeltern, die um ihre Söhne, Töchter und Enkel weinen.

Krieg bedeutet vor allem auch die Zerstörung unserer Seelen. Schützen wir uns davor. In dem wir der Kriegsrhetorik widerstehen und  darauf drängen, dass dieser Krieg beendet wird. Stellen wir uns deshalb der Verbreitung von Hass gegen Menschen aus und in Russland entgegen.
Lasst uns Frieden schaffen ohne Waffen! Lasst uns der „Unkultur des Krieges“ eine allumfassende „Kultur des Friedens“ entgegensetzen!

Beendet die Krieg, den Hass die Gewalt. Frieden jetzt!

 




 

Diplomatie statt Krieg
Den Krieg um die Ukraine beenden!

Der Friedensrat Markgräflerland  hatte zu einer Mahnwache vor der Robert Schuman Kaserne der Deutsch Französischen Brigade aufgerufen, um gegen den Krieg Russlands in der Ukraine zu protestieren und seine sofortige Beendigung zu fordern.

Wir veröffentlichen hier Auszüge aus der Rede von Uli Rodewald vom Friedensrat Markgräflerland:

Jeder Krieg bringt unermessliches Leid über die Menschen. Jeder Krieg bedeutet Zerstörung Tod. Jeder Krieg - nicht nur der in der Ukraine. Wir gedenken der Opfer des Krieges um die Ukraine mit einer Schweigeminute.

Wie alle Kriege kommt auch dieser Krieg nicht aus einer schwarzen Wolke. Er ist von Menschen  gemacht die meinen, sie hätten das Recht ihre Interessen mit Gewalt durchzusetzen. Auch wenn das "Minsk 2"-Abkommen von der Ukraine und ihren Verbündeteten nicht eingehalten wurde, so der Krieg Russlands vollkommen inakzeptabel und lässt eine dauerhafte Lösung des Konflikts im Interesse der einfachen Menschen in weite Ferne rücken.

Der Friedensrat Markgräflerland verurteilt den Krieg Russlands gegen die Ukraine, wie er überhaupt Krieg als Lösung von Konflikten verurteilt. Jeden Krieg.
Wir fordern die Einstellung aller Kampfhandlungen. Notwendig ist ein umfassender Waffenstillstand, der Rückzug aller Truppen und ein zurück an den Verhandlungstisch.
Um eine Ausweitung dieses Krieges zu verhindern, sollte die NATO nicht zur Eskalation beitragen, vielmehr sollten alle Anstrengungen auf die Wiederaufnahme von Gesprächen sein, um den Krieg zu beenden.

Statt  Waffenlieferungen in die Ukraine fordern wir die Bundesregierung auf, aktiv dazu beizutragen, die Eskalation zu stoppen und eine friedliche Lösung zu suchen. Dauerhafte Sicherheit kann nicht gegeneinander, sondern nur miteinander erreicht werden.

Politische Reaktionen des Westens sollten auf die Wiederaufnahme von Gesprächen gerichtet sein, weiteren Hass und Konfrontation vermeiden und nicht die Bevölkerung Russlands treffen.

Während der Sondersitzung des Bundestages am Sonntagmittag konnte einem angst und bange werden. Es ist bestürzend, in welcher Geschwindigkeit jetzt die letzten Hemmungen vor einer massiven Aufrüstungskampagne fallen,
 Waffenlieferungen ins Kriegsgebiet; riesige Rüstungsinvestitionen; Erfüllung der Nato-Vorgabe, zwei Prozent der Wirtschaftsleistung in die Rüstung zu pumpen; Kampfdrohnen; so genannte atomare Teilhabe der Bundeswehr - offenbar gibt es keine Schranken mehr. Die Antwort, die diese Bundesregierung auf den Krieg in der Ukraine gibt, ist keine friedenspolitische, sondern eine kriegspolitische. Wir sagen NEIN zu Aufrüstung und Krieg.

Der Krieg um die Ukraine scheint weit entfernt vom Markgräflerland. Sollte er jedoch zu einem Eingreifen der NATO führen, werden möglicherweise auch Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade darin verwickelt sein. Die Deutsch Französische Brigade stellt in diesem Jahr unter französischer Führung mit 3500 Soldaten den Kern für die Schnelle Eingreiftruppe der NATO, der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF).  Auch Deutschland wird für diesen Verband Truppen zur Verfügung stellen, unter anderem auch durch die Beteiligung am Brigadegefechtsstand. Erste Truppenkontingente sind bereits anch Rumänien verlegt worden.
Statt einer Ausweitung des Krieges fordert der Friedensrat Markgräflerland die Aktivierung aller noch bestehenden Gesprächskanäle zwischen Russland und NATO, um eine Lösung zu finden, die sowohl westliche als auch russische Sicherheitsbedenken anerkennt.
Wie alle Kriege wird auch der Krieg um die Ukraine das Leid der betroffenen Menschen nur vergrössern. Gemeinsam mit russischen und ukrainischen Friedensaktivistenen fordern wir: Diplomatie statt Krieg! Die Waffen nieder!

Uns Pazifisten wird gesagt, der Krieg Rußlands um die Ukraine zeige doch, wie notwendig das Militär sei.
Uns hingegen zeigt dieser Krieg ein weiteres Mal, dass der Weg der Aufrüstung und der Konfrontation ein Irrweg ist, der über Menschen nur Unheil bringt.

In unserem Aufruf zum Ostermarsch 2015 haben wir geschrieben:
"Was eine Politik bedeutet, die Krieg als eines ihrer Mittel begreift, zeigen die vielen Kriege auf der Erde: In Gaza. In der Ukraine. In Syrien. Im Irak. In Mali. In Afghanistan. ... .  
Viel deutlicher können uns die Folgen einer gewaltbereiten Politik nicht vor Augen geführt werden. Politiker, die Krieg als " letzte" Möglichkeit zur Durchsetzung der von ihnen vertretenen  Interessen begreifen, sind bereit, diese Gewalt auch einzusetzen. Mal als Druckmittel, mal wirklich. Rußland, die EU und andere im Konflikt um die Ukraine, Frankreich im Konflikt um Mali, Deutschland dort, wo es den Oberen gemäß den wirtschaftlichen Interessen  angebracht erscheint."
Wir aber bleiben bei unserer Forderung: Beendet die Kriege, den Hass die Gewalt. Frieden jetzt!

Es ist an der Zeit, sich modernen Konfliklösungen zuzuwenden, die ohne wechselseitiges Töten auskommen. Sage niemand, dies sei unmöglich. Es hat allerdings zur Voraussetzung, dass die unermesslichen Mittel, die eine gewalttätige Politik für Kriege verschwendet, eingesetzt werden für die  die Beseitigung der Kriegsursachen: Soziale Ungleichheit, politisches Unvermögen sowie kulturelle und religiöse Unterdrückung, Profitgier und Korruption. Diese gilt es zu beseitigen. Dauerhaft. Statt immer wieder neue Kriege zu führen."

Wir sagen auch in diesen dramatischen Stunden: Unsere Zukunft kann nicht in einer neuen Rüstungsspirale liegen, die Kraft, Ressourcen und Intellekt abzieht von den globalen Herausforderungen wie Klimawandel und globaler Gerechtigkeit.
Krieg bringt Leid und Tränen von Eltern und Großeltern, die um ihre Söhne, Töchter und Enkel weinen. Krieg bedeutet vor allem auch die Zerstörung unserer Seelen.

Beendet die Krieg, den Hass die Gewalt. Frieden jetzt!

 

Diplomatie statt Krieg:

Den Konflikt um die Ukraine friedlich lösen!

Der Friedensrat Markgräflerland verurteilt die angekündigte Entsendung russischer Truppen in die Ost-Ukraine. Auch wenn das "Minsk 2"-Abkommen von der Ukraine und ihren Verbündeteten nicht eingehalten wurde, so ist eine militärische Eskalation vollkommen inakzeptabel und lässt eine dauerhafte Lösung des Konflikts im Interesse der einfachen Menschen in weite Ferne rücken.

In dem aktuell gefährlichen Konflikt zwischen der NATO und Russland fordern wir die Bundesregierung auf, aktiv dazu beizutragen, die Eskalation zu stoppen und eine friedliche Lösung zu suchen, die sowohl westliche als auch russische Sicherheitsbedenken anerkennt. Dabei sollen alle bestehenden wechselseitigen völkerrechtlichen Verpflichtungen genutzt werden, um gegenseitige Sicherheit zu erreichen. Dauerhafte Sicherheit kann nicht gegeneinander, sondern nur miteinander erreicht werden.

Ein drohender Krieg um die Ukraine scheint weit entfernt vom Markgräflerland. Sollte er jedoch zu einem Eingreifen der NATO führen, werden möglicherweise auch Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade darin verwickelt sein. Die Deutsch Französische Brigade stellt in diesem Jahr unter französischer Führung mit 3500 Soldaten den Kern für die Schnelle Eingreiftruppe der NATO, der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF).  Auch Deutschland wird für diesen Verband Truppen zur Verfügung stellen, unter anderem auch durch die Beteiligung am Brigadegefechtsstand.

Statt einer Ausweitung des Krieges fordert der Friedensrat Markgräflerland die Aktivierung aller noch bestehenden Gesprächskanäle zwischen Russland und NATO, um eine Lösung zu finden, die sowohl westliche als auch russische Sicherheitsbedenken anerkennt.

Wie alle Kriege wird auch ein möglicher Krieg um die Ukraine das Leid der betroffenen Menschen nur vergrössern. Gemeinsam mit russischen und ukrainischen Friedensaktivistenen fordern wir: Diplomatie statt Krieg! Die Waffen nieder!

Unter dieser Überschrift ruft der Friedensrat Markgräflerland am Donnerstag, den 3.März um 15.30 Uhr zu einer Mahnwache vor der Kaserne der Deutsch- Französischen Brigade in Müllheim auf.

 




 


Auschwitz Tag 2022 im Markgräflerland

Rede von Anne-Katrin Vetter,      Friedensrat Markgräflerland zum Auschwitz Tag 2022 in Müllheim

 

»Auschwitz«

Eingefallenes Gesicht
erloschene Augen,
kalte Lippen.
Stille.
Ein zerrissenes Herz
ohne Atem,
ohne Worte,
keine Tränen.

Dieses Gedicht ist von Santino Spinelli, einem Rom, der in den Abbruzzen in Italien lebt.
Es wurde in zwei Varianten des Romanes und auf Deutsch und Englisch in einen Stein der Gedenkstätte für die Opfer der Sinti und Roma während des Nationalsozialismus in Berlin eingraviert.

 

Das, was ich Euch heute sagen will, dauert etwas. Aber es ist sehr wichtig.
Bitte seid geduldig. Danke für Eure Aufmerksamkeit.


Auschwitz. Ein Wort, das man theoretisch kennt. Praktisch ist das, was es für uns heute symbolisiert, schon sehr lange her. Vor 77 Jahren, am 27. Januar 1945 befreite die russische Armee das Vernichtungslager Auschwitz.
Mehr als eineinhalb Millionen Kinder wurden in jener Zeit von den Nazis ermordet. In allen unseren Zahlen sind nicht die Menschen enthalten, die in Europa im Westen und auch im Osten durch das Treiben der Nazis starben, verdampften, verreckten.
Alleine in Auschwitz wurden mindestens 200 000 Kinder ermordet.

Was bedeutet Auschwitz?
Auschwitz wurde als Vernichtungslager von den Nazis geplant und durchgeführt.
Alle Worte, mit denen irgendetwas aus dieser Zeit beschrieben werden kann, können das, was dort passierte, perfide geplant, auf brutalste Weise durchgeführt, und zum Schluß teilweise erfolgreich Spuren verwischt, niemals fühlbar beschreiben.
So fürchterlich schlimme Worte und Beschreibungen gibt es nicht.
Hier sind ein paar Eindrücke, die uns das Wort „Auschwitz“ etwas mehr ins Wahrnehmbare führen:
Auseinandergerissene Familien. Aus ihrem Leben gerissen, wie Vieh in größter Enge in Viehwaggongs verfrachtet.
Tagelang fuhren sie ohne Essen und Trinken, Toilette, Wasser, ärztliche Versorgung. Die meisten hatten keinen Platz zum Sitzen, sie mussten also stehen. Über Tage. Ohne sich groß zu bewegen!!!! In größter Kälte ohne Heizung, in sengender Hitze ohne Kühlung. Kranke, Sterbende, Junge, Alte, Kinder, Männer, Frauen, Verlassene, Familien.
Ein Gestank, der nicht aushaltbar war: Verrichtete Notdurft, Körperaus-dünstungen, Erbrochenes, Blut…
Die, die starben, verblieben im selben Waggong, überfüllte Waggongs, stickigste Luft, sehr oft gab es nicht einmal ein Fenster!
Und alles Fahrten ins Ungewisse!
„Stimmt es, dass wir nur umgesiedelt werden?“
„Was wird mit uns passieren?“
„Wo ist mein Mann, meine Tochter, mein Sohn, meine Frau, meine Eltern…?“
„Wo sind wir?“
Ankunft nach Tagen in Auschwitz. Ein unvorstellbar riesengroßes Gelände mit ganz vielen Holzbaracken. Stacheldrahtzäune rund herum. Wachtürme.
Die Menschen wurden aus den Waggongs getrieben. Alles Gepäck, was sie mitnehmen durften, musste am Rampen-Rand abgelegt werden. Nichts durfte mehr behalten werden als das, was sie am Körper trugen.
Hundegebell. Befehlsgeschrei – „Was ist das für eine Sprache?“
Viele verstanden diese nicht!!
Das war Auschwitz:
Direkt nach der Ankunft wurden Frauen mit Babies und Kleinkindern, Alte, Kranke und Kinder auf ein mit Bäumen bestandenens Gelände verwiesen. Dort sollten sie warten. Auf was, wussten sie nicht.
Manche teilten miteinander das Bißchen Essen, was die eine oder der andere noch besaß. Dann mussten sie sich alle voreinander ausziehen.
Alle ihre ärmlichen Besitzgüter wurden eingesammelt, ihre Haare rasiert. Dann wurden sie nackt in die Hallen getrieben, wo sie vergast wurden.
Mit Brechstangen wurden die Münder der Toten geöffnet, um nachzuschauen, ob Goldzähne herausgebrochen werden konnten.
Das war Auschwitz:
Heimatlos, hoffnungslos, aussichtslos.
Versuche an Menschen mit Schmerzen und ohne Betäubung. Verrecken!
Arbeitseinsätze, die die Kräfte überstiegen. Die Bedingungen der Unterbringung waren fürchterlich.
Das war Auschwitz:
Hunger, Gewalt, Terror, Verzweiflung, Trauer.
Viele sollten sich in einen „Behandlungsraum“ zur Untersuchung einfinden. Einzeln wurden sie hereingerufen. Sie bekamen eine Spritze in die Rippen, ins Herz, und waren sofort tot.
So viele Menschen wurden erschossen, vergast, vergewaltigt, erhängt und zu Tode gequält.
Das war Auschwitz:
Die Nazis ließen sie verhungern, verdursten und erfrieren.
Sie starben, weil sie keine medizinische Behandlung erhielten.
Sie starben, weil sie zu Versuchskaninchen der Nazi-Ärzte wurden.
Es wurde zwar an ihnen herumexperimentiert, aber nicht geholfen.
Zum Schluß, als die russsische Armee immer näher kam, wurden die restlichen noch lebenden Menschen, in erbärmlichem Zustand auf Todesmärsche getrieben, um zu Fuß weiter nach Westen zu gelangen, um dort in anderen Lagern umgebracht zu werden….
Für uns steht Auschwitz als schreckliches Mahnmal für alle Orte dieses fürchterliche Treibens der deutschen Nazis und ihrer Helfer.
Eineinhalb Millionen jüdischer Kinder, von insgesamt etwa sechs Millionen Juden, die den perversen Wahnvorstellungen des NS-Regimes und ihren Unterstützern und Ausführenden, zum Opfer fielen.
Weitere Hunderttausende Erwachsene und Kinder kommen hinzu, die nicht jüdischen Glaubens waren, und ein genauso höllisches Lebensende erleiden mussten…
Alle diese Opfer wurden zu Aussätzigen, für die keine Rechte mehr galten.
Mehr als eineinhalb Millionen tote Kinder sind keine Größenordnung, die uns vorstellbar erscheint.
Aber es sind mehr als eineinhalb Millionen Schicksale,
mehr als eineinhalb Millionen Hoffnungen + Wünsche, Lebensentwürfe + Erwartungen.
Aber nicht: mehr als eineinhalb Millionen Erinnerungen.
Denn, die allermeisten dieser Kinder sind vergessen.
Wie schrecklich ist schon nur diese Tatsache? Kinder, die das Leben ganz neugierig noch vor sich hatten, jedes einzelne für sich ein Universum!
In vielen Fällen ist nicht einmal mehr ihr Name bekannt.
Doch auch über diejenigen, deren Namen und Geburtsdaten in den Archiven der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem oder im Gedenkbuch des Bundesarchivs notiert sind, wissen wir kaum etwas.
Wir gedenken heute symbolisch mit dem Auschwitz-Tag dem Schicksal aller Menschen, die,
egal welcher Religion sie angehörten,
egal welchem Land sie entstammten,
egal welche Neigung oder
egal welche politische Einstellung sie hatten,
egal welche Hautfarbe sie hatten,
egal ob sie alt, Kind oder krank waren
durch die schrecklichen Taten der Nazis umgebracht wurden.

Wir verachten alle schönen Worte unserer Zeit, die diese Taten kleinreden dürfen,
es darf keine Leugner geben, die sagen, es war ganz anders.
Mit Nazis diskutiert man nicht.

 

Jedes einzelne Opfer der Nazis auf der ganzen Welt ist eine Stimme, die gehört werden muss. Alle sagen sie:
„Ihr dürft uns nie vergessen. Ihr dürft unser Leid nie vergessen. Ihr müsst bitte alles in Eurer Kraft Stehende tun, damit so etwas nie wieder vorkommt.“
Ich frage mich, „Kommt es nie wieder vor?????“

Sehen wir die sich überall tümmelnden, angeblich so harmlos agierenden Neonazis?

Was ist mit den sich so lange hinauszögernden Gerichts-Verhandlungen, wenn Nazis erwischt werden? Was ist mit den Vertuschungen und den eingestellten Verfahren?
Warum werden heute immer noch Verbrechen von rechts nicht so recherchiert und bestraft, wie es sein müsste?
Warum gab es über Jahrzehnte keine Verfolgung aller Nazis und deren Schergen?

Warum bekamen so viele mächtige Nazis im Nachkriegsdeutschland wieder Posten????
In der Oberbadischen fand ich am 19.01. den Artikel, dass der norwegische Nazi Breivik seit Jahren wieder vor Gericht ist. Nach Ablauf seiner Mindesthaftstrafe soll geprüft werden, ob dem rechten Massenmörder die Haftstrafe auf Bewährung erlassen werden kann. Beim Betreten des Gerichtsaals zeigte er den Hitlergruß, auch an den Richter gewandt!!!
 

Ihr dürft uns nie vergessen. Ihr dürft unser Leid nie vergessen. Ihr müsst bitte alles in Eurer Kraft Stehende tun, damit so etwas nie wieder vorkommt.
Diese Stimmen müssen für immer in unser aller Herzen und Ohren sein.
Abgesehen davon, wer weiß schon, ob wir nicht morgen dran sind, und es dann auch wichtig ist, dass niemand sagt, „wir haben von nichts gewusst“, sondern dass alle sagen können:
„Wir haben etwas unternommen. Wir haben geholfen!“
Wir gedenken jetzt in einer Schweigeminute dem Schicksal aller Menschen, denen nicht geholfen wurde, obwohl viele wussten, was durch die Nazis passierte und auch hätten handeln können.


Anne-Katrin Vetter, Friedensrat Markgräflerland

 

 

23.Januar 2022:                                 Gedenkveranstaltung anlässlich des Internationalen Gedenktags an die Opfer der Nazis vor dem Jüdischen Friedhof in Müllheim -

Friedensrat bekräftigt antifaschistischen Konsens

Am 27. Januar 2022 jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 77. Mal.
Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt.

Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden und anderen Menschen, die rassistisch oder politisch ausgegrenzt  und ermordet wurden.
Auschwitz ist das Kainsmal der deutschen Geschichte.

Der 27. Januar ist kein Feiertag im üblichen Sinn. Er ist ein "DenkTag": Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft. Und er ist ein Tag des Handelns: Heute werden von rechten Kräften und Neonazis die Verbrechen der Nazis entschuldigt und verharmlost.
Deshalb bekräftigt der Friedensrat Markgräflerland  den antifaschistischen Konsens unseres Landes:
Nie wieder Faschismus! - Nie wieder Krieg!


Um möglichst vielen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen, lädt der Friedensrat Markgräflerland für Sonntag, den 23.Januar 2022 um 15 Uhr ein zur Gedenkveranstaltung an die Opfer der Nazis vor den Jüdischen Friedhof in Müllheim
(Schwarzwaldstraße/Im Nußbaumboden)

► hier das Plakat zum download

Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018

Eingang zum Stammlager Auschwitz mit der zynischen Überschrift: Arbeit macht frei

Die von den Nazis hierher verschleppten Menschen wurden durch Arbeit vernichtet, wenn sie nicht in den Gaskammern ermordet wurden

Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018

Gedenktafel im Vernichtungslager Auschwitz Birkenau

► Informationen über das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau  

Wer von den Opfern spricht, darf zu Tätern nicht schweigen

► Markgräflerland unterm Hakenkreuz

In den letzten Jahren waren wir mehrmals im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau:

Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018

Auschwitz diente gleichzeitig als Konzentrationslager sowie als Vernichtungsstätte. In den letzten Jahren der Nazi-Herrschaft gab es ein ganzes Geflecht von Auschwitz-Nebenlagern

Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018

1944 wurden jüdische Menschen aus Ungarn von den Nazis nach Auschwitz deportiert und ermordet

Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018

Ankunft jüdischer Menschen in Auschwitz-Birkenau 1944

 

Foto:Friedensrat Markgräflerland 2018

Vor der Selektion mussten sich die verschleppten Menschen auf der Rampe im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau  aufstellen

Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018

Auschwitz-Birkenau 1944:

Kinder auf dem Weg in den Tod

Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018

Auschwitz-Birkenau 1944: Auf dem Weg in den Tod

Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018 Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018

Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018

An der Rampe ausserhalb der Lagers, an der die jüdischen Menschen aus Ungarn in das Vernichtungslager getrieben wurden, legten wir diese Steine

Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018

Erinnern an Auschwitz heisst: Handeln gegen rechts!

                                                                                               Foto: Friedensrat Markgräflerland 2018

Dieser Ort sei allezeit ein Aufschrei der Verzweiflung und Mahnung an die Menschheit.
Hier ermordeten die Nazis über anderthalb Millionen Männer, Frauen und Kinder.                                                  Die meisten waren Juden aus verschiedenen Ländern Europas.


Text am Denkmal im Vernichtungslager Birkenau, das 1967 auf Initiative des Internationalen Auschwitz Komitees errichtet wurde.

Entschieden für Frieden und gegen rechts!

 

Wer immer hier Hand angelegt hat, wen immer er gemeint hat: Uns gefällts!


 

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